Vor zwei Jahren trat der gebürtige Bayreuther Sven Franck für VOLT als Spitzenkandidat in Frankreich an. Der 50-jährige ist mittlerweile nach Slowenien gezogen (die Heimat seiner Frau), bleibt aber politisch aktiv. Darüber berichtet er bei einem Besuch in Bamberg.
Vorstandsposten als Ziel
Sven Franck strebt einen Posten als Co-Vorsitzender von VOLT Europa an. Mit dem Amt verbände er konkrete Ziele, wie er im Café des Bamberger Lichtspielkinos berichtete. So würde er versuchen, über Bürgerinitiativen Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. „Auf europäischer Ebene sind dafür eine Million Unterschriften nötig. Klingt viel, lässt sich aber durch eine europaweite Datenbank realisieren“, so Franck, der aus der IT-Branche kommt. Auch am Image des vereinten Kontinents möchte er arbeiten: „Die Kommission wird oft als bürokratisch und kühl wahrgenommen, dabei ist Europa doch so viel mehr.“ Er vermisst in diesem Zusammenhang mehr europäische Wissensvermittlung in den Schulen.
Treffen mit VOLT-Anhängern aus Franken
Das Treffen in Bamberg ist auch eine Art Bilanzziehen für die Kommunalwahl in Bayern bzw. in Franken. Sven Franck für seinen Teil berichtet vom Aufbau von VOLT in Slowenien. „Das war noch keine richtige Partei dort, doch wir sind auf einem guten Weg“, so der Bayreuther, der während seiner Tour durch Süddeutschland tatsächlich im Elternhaus übernachtet.