Mit der Anmietung des ehemaligen Seniorenheims Matthias-Claudius am Geschwister-Scholl-Platz 1 reagiert die Klinikum Bayreuth GmbH auf den zunehmenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. In zentraler Lage entstehen derzeit 112 möblierte Apartments, die künftig als Werkswohnungen für Mitarbeitende genutzt werden. Die ersten Einheiten sollen bereits Mitte des Monats bezogen werden.
„Es ist eine Chance, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen wollten“, erklärt Geschäftsführer Dietmar Pawlik. Das Gebäude sei kurzfristig verfügbar gewesen, liege verkehrsgünstig und biete eine ideale Anbindung an das Klinikum, die Klinik Hohe Warte sowie die Pflegeschulen. Zudem habe sich die bestehende Raumstruktur als äußerst passend erwiesen. Mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand entstehe so in kurzer Zeit ein attraktives Wohnangebot mit Apartments sowie Gemeinschafts- und Aufenthaltsflächen. Für Pawlik ist das Projekt ein wichtiger Baustein, um das Klinikum Bayreuth als Arbeitgeber weiter zu stärken.
Sinnvolle Nachnutzung und Stärkung des Standorts
Auch Bayreuths Oberbürgermeister und Zweckverbandsvorsitzender der Klinikum Bayreuth GmbH, Thomas Ebersberger, begrüßt das Vorhaben ausdrücklich. Das ehemalige Seniorenheim habe andernfalls leer zu stehen gedroht. „Ich freue mich sehr, dass das Gebäude nun sinnvoll und gut genutzt wird“, so Ebersberger. Das Wohnprojekt stärke nicht nur das Klinikum, sondern auch den Standort Bayreuth insgesamt und zeige, wie Arbeitgeber Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und für die Region übernehmen können.
Derzeit werden die Räumlichkeiten umfassend renoviert und möbliert. Jedes Apartment wird über eine eigene kleine Küche sowie eine vollständige Zimmerausstattung verfügen. Ergänzend sind auf jeder Etage Gemeinschaftsräume vorgesehen, die Raum für Begegnung und Austausch bieten. Darüber hinaus entstehen Seminar- und Schulungsräume.
Wohnangebot für Fachkräfte, Auszubildende und internationale Mitarbeitende
Gedacht ist das Wohnprojekt für alle Beschäftigtengruppen der Klinikum Bayreuth GmbH. Fachkräften aus dem Inland kann damit kurzfristig und unkompliziert eine Wohnlösung angeboten werden – sowohl dauerhaft als auch übergangsweise. Für Auszubildende aus der Region und darüber hinaus erleichtert das Angebot den Start ins Berufsleben, da Wohnen und Arbeitsweg von Beginn an geklärt sind.
Besonders profitieren auch internationale Fachkräfte. Arbeits- und Mietvertrag aus einer Hand reduzieren bürokratische Hürden, während das gemeinschaftliche Wohnen den Aufbau sozialer Kontakte erleichtert. „Sich heimisch und wohlzufühlen, ist immer auch eine Frage des Umfelds“, betont Pawlik. Ziel sei es, dass die Menschen nicht nur zum Arbeiten kommen, sondern langfristig in Bayreuth und der Region bleiben.
Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Florian Wiedemann sieht in dem Projekt ein starkes Signal: In Zeiten intensiven Wettbewerbs um Fachkräfte zeige die Klinikum Bayreuth GmbH, dass sie moderne Antworten auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes finde und sich aktiv für die Zukunft aufstelle.