Werner Zaulich hat offenbar noch lange nicht genug vom Fußball. Ganz im Gegenteil: Mit 77 Jahren schlägt der gebürtige Sachse und Wahl-Bayreuther ein völlig neues Kapitel auf – als Nationalspieler. Zum ersten Mal wird Zaulich für die deutsche Ü75-Auswahl nominiert. Und das bedeutet: Er darf mit zur Weltmeisterschaft nach Australien. Möglich macht das ein ehemaliger Dresdner Weggefährte, der dem Bundestrainer einen Tipp gibt. Der lädt Zaulich ins Trainingscamp ein – und der 77-Jährige überzeugt auf ganzer Linie.
Von Dynamo Dresden nach Bayreuth
Fußball begleitet Werner Zaulich schon sein ganzes Leben. Mit 14 Jahren wechselte er zu Dynamo Dresden und schaffte es später sogar in die zweite Männermannschaft. 1984 führte ihn sein Weg über Österreich nach Bayreuth. Dort blieb der Fußball seine große Leidenschaft. Mit 50 Jahren stand Zaulich noch in der ersten Mannschaft von Eintracht Bayreuth auf dem Platz. Danach kickte er noch viele Jahre in der zweiten Mannschaft. Dass nun ausgerechnet einer ihrer eigenen Kicker Nationalspieler wird, sorgt auch bei Eintracht Bayreuth für große Freude.
WM-Pokal fest im Visier
Gut zweieinhalb Wochen Australien liegen vor Werner Zaulich und Stammtischbruder Sebastian, der ihn begleitet. Neben gut einer Woche WM-Turnier steht auch Sightseeing auf dem Programm. Schließlich fliegt man nicht jeden Tag ans andere Ende der Welt. Das Abenteuer hat allerdings seinen Preis: Mehrere tausend Euro Reisekosten zahlt der Neu-Nationalspieler größtenteils selbst. Ansporn genug also, dass sich die Reise am Ende richtig lohnt – mit vielen Erinnerungen und natürlich dem perfekten WM-Moment auf dem Platz.