Knapp 40 Mal pro Jahr bebt die Erde in Deutschland so stark, dass Menschen die Erschütterungen wahrnehmen können. Einer der bekannten Hotspots liegt im Grenzgebiet zwischen Sachsen, Bayern und Tschechien. Die Region vom Vogtland bis nach Oberfranken ist regelmäßig betroffen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres meldete sich die Erde dort deutlich spürbar zu Wort – mit einem Erdbeben am Neujahrstag.
Neujahrs-Beben mit Epizentrum im Vogtland
Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Auswertungen des Thüringer Seismologischen Netzes im tschechischen Luby. Mit einer Magnitude von 2,9 war es das stärkste Beben im Vogtland seit 2021. Die Erschütterungen waren sowohl auf sächsischer als auch auf bayerischer Seite zu spüren und wurden von vielen Menschen vor allem wegen eines lauten Grollens deutlich wahrgenommen. In den ersten Minuten folgten mehrere kleinere Erdbeben, darunter auch solche mit einer Magnitude über 1.
In Oberfranken bleibt man gelassen
In Selb und der umliegenden Region reagierten viele dennoch gelassen. Das sogenannte „Neujahrs-Beben“ wurde dort als vergleichsweise schwach empfunden. Viele Anwohner sind die leichten Erschütterungen inzwischen gewohnt.