Für das Weltagrarkulturerbe gibt es viele Beispiele: Reisterrassen in China, Kartoffelanbau in Chile oder auch die Herstellung von Heumilch in Österreich. Die Karte weist aber in Deutschland bislang eine Lücke auf. Das möchte die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) ändern.
Viele Orte, viele Anbautraditionen
„Wir sind eine ungewöhnliche Bewerbung“, sagt Christa Standecker, Geschäftsführerin der EMN. Zusammen mit Mitgliedern des Rats der Metropolregion und des Beirats macht sie auf der Grünen Woche kräftig Werbung für das „Welt-Agrarkulturerbe“. Einen prominenten Unterstützer hat die Bewerbung bereits gefunden: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. „Die Region ist jetzt schon ein Aushängeschild in Bayern, der Welterbe-Titel würde die EMN über die Grenzen Deutschlands hinaus ins Rampenlicht stellen“, so Rainer in Berlin. Der Minister wird die Bewerbung bei der Welternährungsorganisation in Rom einreichen, die Entscheidung soll Ende des Jahres fallen.