Seit 01. November 2025 arbeiten selbstständige Beleghebammen nach dem neuen Hebammenhilfevertrag. Dieser stößt bei den Hebammen auf viel Unzufriedenheit: Der bürokratische Aufwand ist dadurch enorm gestiegen und für die Beleghebammen bedeutet der neue Vertrag finanzielle Einbußen. Heute (01. April) gibt es erste Änderungsvorschläge dazu. Diese versprechen mehr Flexibilität bei der Eins-zu-Eins-Betreuung, Änderungen für abrechenbare Leistungen im ambulanten Bereich und vereinfachte Dokumentation.
Bürokratischer Aufwand und weniger Lohn
Bislang war der bürokratische Aufwand der Beleghebammen enorm: Im 5-Minuten-Takt müssen sie die Maßnahmen bei den zu betreuenden Frauen in Abrechnungsböden eintragen. Gezwungenermaßen nimmt das viel Zeit in Anspruch, in welcher die Hebammen gerne mehr Fokus auf die werdenden Mütter legen möchten. Zusätzlich zur gestiegenen Bürokratie erhalten Beleghebammen weniger Lohn, wenn sie mehrere Frauen gleichzeitig bereuen. Vor der Umstellung auf den neuen Vertrag haben sie 100% Stundenlohn für die Betreuung der ersten, zweiten und dritten Frau für eine Stunde erhalten. Jetzt sinken diese Sätze auf 80% für die erste Frau, 30% für die Zweite und 30% für die dritte Frau für eine Stunde.
Hebammengemeinschaft Bamberg gibt Entwarnung
Trotz des neuen Vertrags und der Kündigungen mancher Hebammen im Team ist die Station ausreichend besetzt und jede Schwangere kann am Klinikum Bamberg vollumfänglich betreut werden.