Das WM-Abenteuer der deutschen Nationalmannschaft ist bereits im Sechzehntelfinale beendet. Gegen Paraguay unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen mit 3:4.
Deutschland bestimmte über weite Strecken das Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Gegen die kompakte Defensive Paraguays fehlten jedoch lange Zeit die zwingenden Torchancen. Kurz vor der Pause schlugen die Südamerikaner dann eiskalt zu: Julio Enciso köpfte in der 41. Minute nach einer Flanke zur überraschenden 1:0-Führung ein.
Havertz gleicht aus – VAR stoppt Tah
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Deutschland den Druck. In der 58. Minute erzielte Kai Havertz nach einer Flanke von Florian Wirtz per Kopf den verdienten Ausgleich zum 1:1. In der Folge drängte die DFB-Elf auf den Sieg, ließ jedoch mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt.
Auch in der Verlängerung blieb Deutschland spielbestimmend. In der 101. Minute schien Jonathan Tah die Entscheidung gelungen zu sein, als er nach einer Ecke zum 2:1 einköpfte. Nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten wurde der Treffer jedoch wegen eines Foulspiels am paraguayischen Torhüter aberkannt. Die Entscheidung sorgte anschließend für Diskussionen.
Drei Fehlschüsse besiegeln das Aus
So musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Dort behielt Paraguay die Nerven und verwandelte vier seiner fünf Strafstöße. Deutschland hingegen ließ gleich drei Elfmeter liegen: Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah scheiterten vom Punkt. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte José Canale zum 4:3.
Damit endet die Weltmeisterschaft für Deutschland überraschend früh. Paraguay zieht ins Achtelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Begegnung zwischen Frankreich und Schweden.