Die Wetterstation im Ökologisch-Botanischen Garten in Bayreuth liefert wichtige Erkenntnisse für die Erforschung des Klimas. Die Universität Bayreuth konnte dank ihr Messungen aus den vergangenen 175 Jahren rekonstruieren und damit die Entwicklung des Klimas beobachten. Mikrometeorologe Christoph Thomas gibt Einblicke in diese Forschung.
Oberfranken erwärmt sich schneller als der Rest der Welt
Laut den Forschern erwärmt sich die Region seit Jahrzehnten mit einer Geschwindigkeit von rund 4,5 Grad pro 100 Jahre – mehr als doppelt so stark wie der weltweite Durchschnitt. Der liegt bei knapp unter zwei Grad. Neben dem menschengemachten Klimawandel liegen die Gründe in der geografischen Lage fern der Ozeane, die einen mäßigenden Einfluss hat.
Niederschlag verändert sich mit der Klimaerwärmung
Zwar bleibt die jährliche Niederschlagsmenge weitgehend konstant, doch die Verteilung verändert sich. Besonders im Frühjahr fehlt Regen für die Landwirtschaft, während Niederschläge im Sommer oft zu schnell verdunsten und kaum zur Grundwasserbildung beitragen.