Seit mehr als einer Woche wird die 23-jährige Lea Weidner aus Selb vermisst. Die junge Frau war am 1. Mai zu einem Spaziergang in den Wald aufgebrochen und kehrte anschließend nicht mehr zurück. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Weder reagiert sie auf Anrufe noch hat sie sich bei Familie oder Freunden gemeldet. Die anhaltende Suche beschäftigt inzwischen die gesamte Region.
Große Anteilnahme in Selb
Der Vermisstenfall bewegt viele Menschen in der Porzellanstadt. Familie, Freunde und zahlreiche Bürger hoffen weiterhin auf ein Lebenszeichen der jungen Frau. „Die Anteilnahme mit der Familie von Lea ist groß“, erklärt der Zweite Bürgermeister der Stadt.
In der Christuskirche, unweit des Elternhauses der Vermissten, wurde ein Ort der Hoffnung und des Gebets eingerichtet. Zu einer Andacht kamen zuletzt rund 40 Menschen zusammen, um gemeinsam an Lea Weidner zu denken und ihre Angehörigen zu unterstützen.
Polizei und Helfer suchen weiter
Bereits kurz nach dem Verschwinden der 23-Jährigen hatten Polizei und Rettungsorganisationen stundenlang die Waldgebiete rund um Selb abgesucht. Auch in den vergangenen Tagen liefen die Maßnahmen weiter. Nach Angaben der Polizei Oberfranken waren zuletzt erneut Polizeihunde in den Suchgebieten im Einsatz. Zudem gehen die Ermittler verschiedenen Zeugenhinweisen nach.
Die Suche gestaltet sich jedoch schwierig. Das Gebiet rund um Selb gilt als weitläufig und an vielen Stellen schwer einsehbar. Trotz intensiver Bemühungen blieb die Suche bislang ohne Erfolg.
Ehrenamtliche organisieren eigene Suchaktionen
Neben den offiziellen Einsatzkräften beteiligen sich auch zahlreiche Ehrenamtliche an der Suche nach der Vermissten. Immer wieder organisieren private Gruppen eigene Suchaktionen in den Wäldern rund um Selb. Eine weitere Suchaktion ist bereits geplant: Treffpunkt ist am Samstag um 11 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Eisstadion.
Die Polizei bittet freiwillige Helfer darum, Suchaktionen zuvor mit der Dienststelle in Marktredwitz abzustimmen. Dadurch sollen mögliche Spuren nicht unbeabsichtigt zerstört werden. Außerdem appellieren die Ermittler an Waldbesitzer in der Region, vorhandene Wildkamera-Aufnahmen zu überprüfen. Möglicherweise könnten diese wichtige Hinweise zum Verschwinden der 23-Jährigen liefern.