Der geplante Keltenpark am Katharinenberg in Wunsiedel soll tatsächlich entstehen. Das rund 50 Millionen Euro teure Projekt wird von der privaten Aumer Group aus Wörth an der Donau finanziert. Der Stadtrat sieht in dem Standort wegen seiner Nähe zur Innenstadt und zu weiteren Freizeitangeboten ideale Voraussetzungen. Bereits seit Jahren sorgt das Vorhaben allerdings für Diskussionen und Widerstand in Teilen der Bevölkerung. Schon 2009 hatten sich Bürger und Vereine gegen das Projekt „Wunhenge“, eine Nachbildung des berühmten Stonehenge, ausgesprochen.
Aus „Wunhenge“ soll ein Keltenpark werden
Auf dem Gelände am Katharinenberg finden bislang unter anderem einzelne Wochenendveranstaltungen eines Mittelaltervereins statt. Bürgermeister Nicolas Lahovnik hebt vor allem die günstige Lage des Areals hervor. Kritiker bezweifeln dagegen, dass der Südwesthang des Katharinenbergs überhaupt bebaut werden sollte.
Widerstand gegen die Bebauung
Der geplante Standort stößt weiterhin auf Widerstand, unter anderem von einer Bürgerinitiative. Die will den Katharinenberg als Naherholungsgebiet erhalten und fordert ein Mitspracherecht bei weiteren Entscheidungen rund um das Bauvorhaben.
Gab es hier überhaupt Kelten?
Eine zentrale Frage des Projekts betrifft die historische Grundlage des Keltenparks. Bislang wurden am Katharinenberg keine Funde entdeckt, die eindeutig auf eine feste keltische Siedlung hinweisen. Nach Heimatforscher und Historiker Adrian Roßner wurden keltisch gelesene Gruppe jedoch punktuell im Fichtelgebirge nachgewiesen.
Erster Bürgermeister von Wunsiedel Nicolas Lahovnik merkt deshalb an, man müsse bei dem Keltenpark zwischen einem wissenschaftlich und historisch akkuraten Museum und einem Freizeitpark unterscheiden.
Erst die Prüfung, dann Keltenpark
Noch ist das Projekt nicht endgültig baureif. Derzeit läuft ein etwa einjähriges Bauleitplanverfahren, in dem unter anderem Natur- und Landschaftsschutz untersucht werden. Erst wenn dieses Verfahren positiv abgeschlossen wird, kann die geplante Anlage umgesetzt werden.