Das Felsenlabyrinth auf der Luisenburg in Wunsiedel zählt ab sofort offiziell zu den bedeutendsten Naturschätzen Bayerns: Die eindrucksvolle Granitlandschaft im Fichtelgebirge wurde heute zum Nationalen Naturmonument ernannt. Damit ist das Felsenlabyrinth nach der Weltenburger Enge in der Oberpfalz erst das zweite Nationale Naturmonument im Freistaat.
Fichtelgebirge bewarb sich um die Auszeichnung
Bereits im Dezember 2025 war bekannt geworden, dass sich das Fichtelgebirge um die Auszeichnung beworben hatte. Für Naturparkranger Roland Ledermüller war die Entscheidung damals nachvollziehbar. Neben der Weltenburger Enge erfülle auch das Felsenlabyrinth die strengen Kriterien für die Ernennung. Denn nur Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen von herausragender Bedeutung sind und zudem durch Seltenheit, Eigenart oder Schönheit überzeugen, dürfen diesen Titel tragen.
Millionen Jahre alte Naturkulisse
Die markanten Granitformationen der Luisenburg sind über Millionen Jahre entstanden und gelten als eine der eindrucksvollsten geologischen Naturerscheinungen Bayerns. Gleichzeitig bietet das Gebiet seltenen Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum.
Im Fichtelgebirge zeigte man sich deshalb schon früh überzeugt, die Voraussetzungen für die Auszeichnung zu erfüllen. Entsprechend konkret waren bereits die Pläne für die Ernennung. „Und dieser Tag ist heute gekommen“, sagte Landrat Peter Berek. „Das Felsenlabyrinth darf sich nun Nationales Naturmonument nennen. Ein ehrenwerter Tag für das Fichtelgebirge und ein weiteres Prädikat für den ganzen nordbayerischen Raum.“
Hoffnung auf touristischen Aufschwung
Mit dem neuen Titel verbindet die Region auch große Erwartungen für den Tourismus. Wunsiedels Bürgermeister Nicolas Lahovnik sieht darin eine große Chance für das gesamte Fichtelgebirge.
„Wir versprechen uns davon eine große Aufwertung und eine größere Bekanntheit im touristischen Bereich“, sagte Lahovnik. Man rechne mit mehr Besucherinnen und Besuchern sowie einem deutlichen touristischen Aufschwung. Das Felsenlabyrinth könne sich zu einem „ganz großen touristischen Spot im nordöstlichen Bayern“ entwickeln.
Am offiziellen Festakt am Nachmittag nahm auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber teil.