So., 10.03.2013 , 11:19 Uhr

Oberfränkische CSU demonstriert Geschlossenheit

Die oberfränkische CSU präsentiert sich im Vorfeld der Landtagswahl im Herbst geschlossen. Bei der Wahlkreisdelegiertenversammlung auf Kloster Banz im Landkreis Lichtenfels demonstrierten die Christsozialen große Einigkeit. Den Verlust eines Stimmkreises in Oberfranken will die Partei mit einem hervorragenden Ergebnis und dem zusätzlichen Mandat eines Listenkandidaten kompensieren. Mit Platz zwei nach Kabinettsmitglied und Bamberger Direktkandidatin Melanie Huml ist der Landtagsabgeordnete Ludwig von Lerchenfeld aus dem Landkreis Kulmbach der aussichtsreichste Bewerber. Er war der Leidtragende der Zusammenlegung der Stimmkreise Wunsiedel und Kulmbach, für den der Wunsiedler Martin Schöffel als Direktkandidat bestimmt wurde. Auch der Bayreuther Alt-Oberbürgermeister Michael Hohl hat sich für die Liste zur Verfügung gestellt. Mit Platz zehn gilt sein Einzug in den Landtag allerdings als unwahrscheinlich. Bei der Wahlkreisdelegiertenversammlung wurde außerdem über die Kandidatenliste für die Bezirkstagswahlen abgestimmt. Sie wird vom amtierenden Bezirkstagspräsidenten und Bamberger Landrat Günther Denzler angeführt.

Einen ausführlichen Bericht dazu sehen Sie am Montag, ab 18 Uhr, in „Oberfranken Aktuell“.

 

Weitereführende Informationen zur Landtagswahl am 15. September 2013 erhalten Sie hier:

– Informationen zur Landtagswahl am 15. September 2013

– Landtagswahl: Gesetz und Wahlordnung

 

Weitereführende Informationen zur Bezirkstagswahl 2013 erhalten Sie hier:

– Informationen zur Bezirkstagswahl

– Bezirkstagswahl: Gesetz

 

Landtagswahl 2013:

Bei der Landtagswahl sind in Bayern seit 2003 mindestens 180 Mandate zu vergeben. Dabei entfallen mindestens 90 auf die Stimmkreise, in denen die einfache Mehrheit die Wahl entscheidet. Die restlichen Mandate werden auf Ebene der sieben bayerischen Regierungsbezirke, den sogenannten Wahlkreisen, auf so genannte Landeslisten verteilt.

So zeichnet sich das Wahlsystem vor allem durch seine zwei Stimmen je Wähler und die sieben Wahlkreislisten aus.

Die Verteilung der Direkt- und Listenmandate auf die Bezirke des Freistaats erfolgt nach dem Verhältnis der Bevölkerungszahl der sieben Wahlkreise zueinander.

Dies dient dazu, dass die einzelnen Landesteile im Freistaat entsprechend im Landtag vertreten sind.

 

Die Erststimme

Jeder Wähler hat zwei Stimmen.

Mit der Erststimme wählt der Wahlberechtigte einen Kandidaten der in seinem Stimmkreis antretenden Parteien, also eine echte Personenwahl. Über den Wahlsieg im Stimmkreis entscheidet die einfache Mehrheit der Stimmen. Sollte die Partei des Kandidaten allerdings landesweit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, so gewinnt der zweitplatzierte Stimmkreisbewerber das Mandat.

 

Die Zweitstimme

Die Zweitstimme bezieht sich auf die Wahlkreisliste. Jeder einzelne der sieben Bezirke Bayerns bildet jeweils einen Wahlkreis.

Anders als beispielsweise im Bundestagswahlsystem treten hier nicht lediglich Parteien mit starren Listen an, sondern „offene Listen“, auf denen der Wähler für seine Partei einen Listenbewerber ankreuzen kann.

Einerseits ist die Listenwahl mit der Zweitstimme dadurch „personalisiert“, womit ein Nachteil der Verhältniswahl ausgeglichen werden kann und der Wähler in die Lage versetzt wird, Einfluss auf die Reihenfolge der Listenmandate zu nehmen. Andererseits bietet diese Methode alle Vorteile dieses Wahlprinzips: So können die Parteien beispielsweise die Reihenfolge der Listenbewerber vor der Wahl festlegen und dadurch Einfluss auf ihre Erfolgschancen nehmen oder eigens Kandidaten an der Spitze der Liste positionieren, um ihre Wahl sicherzustellen.

Durch die Verrechnung der Stimmenzahlen, die auf die verschiedenen Wahlkreislisten entfallen, wird der Wählerwille, anders als in der Personenwahl, proportional abgebildet. Somit haben alle Stimmen, anders als in einer Mehrheitswahl, den gleichen Erfolgswert und keine Stimme geht verloren.

 

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