Di., 06.11.2012 , 10:45 Uhr

Positiver Konjunkturausblick der IHK für Oberfranken

Die Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage im IHK-Gremium Marktredwitz-Selb durch die Unternehmen fällt positiv aus. Während 36 Prozent die gegenwärtige Geschäftslage positiv einschätzen, fällt sie für 18 Prozent der Unternehmen eher negativ aus. Diese Einschätzung erfolgt trotz stagnierender Auftragsentwicklung bei einer allerdings weiterhin guten Auslastung.


 

Die Kapazitätsauslastung wird überwiegend positiv eingeschätzt. Während die Unternehmen mit dem Auftragsvolumen im Inland eher zufrieden sind, hat sich die Einschätzung beim Export gedreht, was hauptsächlich auf die rückläufige Nachfrage aus den EU- Staaten sowie Russland und die ehemaligen GUS-Staaten zurückzuführen ist. Positiv haben sich dagegen die Exporte in den asiatischen und nordamerikanischen Raum entwickelt. „Trotz steigender Bedeutung der Schwellenländer bleibt der Euroraum der wichtigste Absatzmarkt für Produkte und Dienstleistungen aus unserer Region, so Dr. Otto Max Schaefer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb. „So ist es nicht überraschend, dass die europäische Finanzkrise erste Verlangsamung bei der Konjunkturentwicklung vor Ort verursacht.

Eine wichtige Rolle für die Einschätzung der weiteren Konjunkturentwicklung spielt zweifellos die Einschätzung der gegenwärtigen Ertragslage. Diese fällt nicht zuletzt auf der deutlich gestiegenen Kostenbelastung sowohl bei der Energie, als auch bei den Rohmaterialien als auch bei den Löhnen und Gehältern im IHK-Gremium Marktredwitz-Selb negativ aus.

Trotzdem rechnen 25 Prozent der Unternehmen auch in den kommenden Monaten mit einer weiterhin positiven Entwicklung und nur 16 Prozent mit einem rückläufigen Trend. „Die Wirtschaft im Fichtelgebirge wächst weiter, wenn auch schwächer als zuletzt, so Dr. Schaefer. „Damit widersetzt sich der Wirtschaftsraum Marktredwitz-Selb dem Negativtrend in weiten Teilen Oberfrankens und Bayerns. Die Unternehmen rechnen dabei sowohl im In- als auch im Ausland mit einer weiteren Belebung. Während die Prognosen für die Exportentwicklung in die EU eher zurückhaltend ausfallen, rechnen die Unternehmen mit Zuwächsen auf dem nordamerikanischen und den asiatischen Märkten.

Insgesamt rechnen die Unternehmen mit einer rückläufigen Kapazitätsauslastung. Trotzdem wollen die Unternehmen verstärkt im Inland investieren- ein wichtiges Indiz dafür, dass die Befragten nicht mit einer längeren Schwächephase rechnen. 38 Prozent der Unternehmen planen mehr Investitionen, 23 Prozent wollen ihr Investitionsvolumen zurückfahren. Hauptmotive für die geplanten Investitionen sind Ersatzbeschaffungen und Kapazitätserweiterungen. Auch im Ausland soll verstärkt investiert werden, Kapazitätserweiterungen und Produktinnovationen stehen dabei im Mittelpunkt.

„Auch bei der weiteren Beschäftigtenentwicklung überwiegt der Optimismus, so IHK-Konjunkturexperte Peter Belina. „Insgesamt rechnen die Unternehmen im IHK-Gremium Marktredwitz-Selb mit einem Zuwachs von bis zu 500 Mitarbeitern. Dr. Schaefer ergänzt: „Fachkräfte sind aktuell allerdings schwerer als in der Vergangenheit zu finden, über die Hälfte aller befragten Unternehmen kann derzeit offene Stellen nicht sofort besetzen.

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