UPDATE (Mittwoch, 06. Mai / 09:05 Uhr)
Ein Großbrand in einem landwirtschaftlichen Anwesen im Konradsreuther Ortsteil Weißlenreuth (Landkreis Hof) hielt am späten Dienstagnachmittag (05. Mai) die regionalen Einsatzkräfte in Atem. Gegen 16:25 Uhr ging der Notruf über das Feuer in einer Scheune ein, woraufhin zahlreiche Feuerwehren aus dem Umland zum Einsatzort eilten. Besonders dramatisch gestaltete sich die Lage aufgrund des gefährlichen Inhalts des Wirtschaftsgebäudes: Neben einem großflächigen Dieseltank lagerten dort mehrere Gasflaschen. Da sich unter diesen auch eine hochexplosive Acetylen-Flasche befand, leiteten die Einsatzkräfte umgehend weiträumige Sicherheitsmaßnahmen ein.
Weiträumiger Sperrkreis eingerichtet
Zum Schutz der Bevölkerung wurde ein Sperrkreis von 100 Metern gezogen. Rund 20 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Ein im angrenzenden Wohnhaus lebendes Ehepaar – ein 71-jähriger Mann und seine Frau – konnte sich glücklicherweise rechtzeitig und unverletzt in Sicherheit bringen. Der Bürgermeister der Gemeinde Konradsreuth übernahm persönlich die Koordination der Versorgung für die etwa 20 evakuierten Personen. Auch am frühen Abend blieb die Situation angespannt. Erst gegen 19:00 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben. Um die tieferliegenden Wärmequellen und Glutnester im Inneren der Scheune gezielt bekämpfen zu können, setzen die Feuerwehren schweres Gerät ein. Teile des Gebäudes wurden kontrolliert eingerissen, um einen gezielten Löschangriff zu ermöglichen und eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.
ERSTMELDUNG (Dienstag, 05. Mai / 18:33 Uhr)
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften kämpft am Dienstagnachmittag (05. Mai) gegen einen Scheunenbrand im Weiler Weißlenreuth bei Konradsreuth (Landkreis Hof). Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk (THW) sind seit etwa 14 Uhr im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Das berichtet die Agentur News5.
1000 Liter Dieseltank erschwert Löscharbeiten
Die Löscharbeiten gestalten sich jedoch als äußerst schwierig und gefährlich: Da im Inneren des Gebäudes ein 1.000-Liter-Dieseltank sowie mehrere Gasflaschen gelagert werden, mussten die Wehren unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen vorgehen. Gegen 18 Uhr war es den Einsatzkräften aufgrund der Situation noch nicht möglich, den genauen Brandherd zu lokalisieren. Erschwert wurde die Lage zudem durch eine massive Rauchentwicklung, die weithin sichtbar über dem Ortsteil stand.
Ehepaar bleibt unverletzt
Trotz der Schwere des Brandes gab es keine Verletzten zu beklagen. Das Ehepaar, das das direkt angrenzende Wohnhaus bewohnt, konnte das Anwesen rechtzeitig verlassen und sich eigenständig in Sicherheit bringen. Während die Löscharbeiten am späten Abend noch immer andauern, bleibt die Ursache für den Ausbruch des Feuers bislang völlig unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, kann den Brandort jedoch erst nach Abschluss der Löscharbeiten betreten.