Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte am Mittwoch (28. Oktober) eine Seniorin im Kunreuther Gemeindeteil Weingarts (Landkreis Forchheim) um mehrere zehntausend Euro gebracht. Die Täter täuschten eine dringend notwendige Krebsbehandlung vor und setzten die Frau am Telefon massiv unter Druck.
Falsche Ärztin täuscht dringenden Behandlungsbedarf vor
Zunächst meldete sich eine Frau telefonisch bei der Seniorin und gab sich als Ärztin aus. Sie behauptete, für eine Krebsbehandlung sei ein teures Medikament erforderlich, das umgehend bezahlt werden müsse. In einem mehr als einstündigen Telefonat gelang es der Betrügerin, die Seniorin so unter Druck zu setzen, dass diese mehrere zehntausend Euro Bargeld bereitstellte.
Geldübergabe an der Bushaltestelle und Hinhaltetaktik
Gegen 17:30 Uhr erschien ein Abholer in der Nähe der Bushaltestelle „Weingarts Siedlung“ und nahm das Geld entgegen. Währenddessen hielt die falsche Ärztin die Frau weiterhin am Telefon. Dadurch verhinderten die Täter, dass sie die Situation in Ruhe überdenken oder Hilfe holen konnte. Die Seniorin beschrieb den Abholer als etwa 45 Jahre alt und rund 1,85 Meter groß.
Kriminalpolizei sucht Zeugen
Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die am Tattag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Kunreuther Gemeindeteil Weingarts beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129-491 entgegen.