Hammerwerfer Merlin Hummel aus Kulmbach hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham am Dienstag (11. August) mit starken Nerven die Silbermedaille gewonnen. Mit einer Weite von 81,30 Metern im fünften Versuch sicherte sich der 24-Jährige nach einer holprigen Qualifikation das begehrte Edelmetall.
Nervenstärke im entscheidenden Moment
Lange Zeit sah es im EM-Finale so aus, als würde der Vize-Weltmeister aus dem Vorjahr dieses Mal leer ausgehen. Doch mit einer meditativen Herangehensweise und enormem Fokus gelang dem Athleten von Eintracht Frankfurt im fünften Durchgang der erlösende Befreiungsschlag. Das Wurfgerät schlug bei exakt 81,30 Metern ein, was ihn prompt vom fünften auf den zweiten Platz katapultierte. Gold ging mit einer souveränen Weltjahresbestleistung von 84,25 Metern an den Ungarn Bence Halasz, während der Ukrainer Mychaylo Kochan (79,49 m) Bronze holte.
Ein wichtiges Signal für die deutsche Leichtathletik
Nach seinem vorherigen WM-Erfolg musste Hummel in Birmingham beweisen, dass er dem gewachsenen Erwartungsdruck standhalten kann. Immer wieder zog er sich zwischen den Versuchen zurück, meditierte im Schneidersitz und blendete jegliche Störfaktoren konsequent aus. Hummels Silber ist ein großer Erfolg für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und beendet eine 20 Jahre währende Durststrecke bei Europameisterschaften in dieser Disziplin. Zuvor hatte zuletzt Markus Esser im Jahr 2006 in Göteborg EM-Edelmetall für die deutschen Hammerwerfer geholt.