Do., 24.01.2013 , 09:33 Uhr

Unangemeldeter Filmdreh löst Großeinsatz in Pegnitz aus

Einen überaus gefährlichen Polizeieinsatz lösten am Mittwochnachmittag sechs Personen bei einem nicht angemeldeten Filmdreh in der Pegnitzer Innenstadt aus. Die Einsatzkräfte mussten von einem Ernstfall ausgehen und nahmen die Gruppe fest. Gegen 15 Uhr ging ein Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale in Bayreuth ein. Ein Zeuge beobachtete in der Innenstadt von Pegnitz, wie aus einem schwarzen Fahrzeug ein Mann mit einer Sturmhaube ausstieg und eine Waffe in der Hand hielt. Diese Mitteilung löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Eine Vielzahl von Streifen rückten an, da von einem Ernstfall auszugehen war. In dieser Woche war bereits in Bayreuth eine Bäckereifiliale von einem Täter mit vorgehaltener Waffe überfallen worden.

 Bereits nach wenigen Minuten war eine erste Streifenbesatzung der Pegnitzer Polizei vor Ort. Die Beamten sahen eine männliche Person mit blutverschmiertem Hemd in einen dunklen Wagen mit auswärtigen  Kennzeichen einsteigen. Hierbei konnten die Polizisten deutlich eine Pistole im Hosenbund des Mannes erkennen. Die Beamten forderten mit vorgehaltenen Waffen die Person zum Aussteigen auf und konnten den Waffenträger in dieser gefährlichen  Situation festnehmen. Das Gegenüber war sichtlich eingeschüchtert. Er gab zunächst zögerlich an, dass es sich nicht um einen Ernstfall handele, sondern um den Dreh einer  James Bond-Szene.

Erst jetzt zeigten sich die weiteren Personen des angeblichen Filmteams, die sich in der Fußgängerunterführung verborgen gehalten hatten. Dort war auch eine Kamera postiert. Vor Schreck ließen die Akteure zwei zusätzliche Pistolen auf den Boden fallen. Mittlerweile nahmen weitere eintreffende Streifen vor Ort die insgesamt sieben Personen fest und brachten sie zur entgültigen Abklärung auf die Wache. Hier konnten dann die Angaben hinsichtlich der Dreharbeiten zweifelsfrei geklärt werden. Gegen die fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 22 bis 31 Jahren wird wegen verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Waffengesetz ermittelt. Drei Spielzeugpistolen, die echten Waffen täuschend ähnlich sehen, und drei Sturmmasken mussten sichergestellt werden. Ein Darsteller hatte sogar eine Uniform getragen und der Verletzte war täuschend echt geschminkt.

Die Polizei Pegnitz bittet in diesem Zusammenhang um Mithilfe. Wer die agierenden Personen beobachtet hat, soll dies unter der Tel.-Nr. 09241/99060 melden.

 

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