Mo., 21.01.2013 , 11:35 Uhr

Zahlreiche Unfälle durch Blitzeis

Plötzlich einsetzender Eisregen mit daraus resultierender Glatteisbildung führte am Sonntagabend bis in die Nacht hinein zu zahlreichen Unfällen auf der A 9. Der Schwerpunkt des Unfallgeschehens lag zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Trockau, in Höhe von Bayreuth. Das vom Deutschen Wetterdienst gemeldete Glatteis verwandelte die A 9 im besagten Streckenabschnitt in eine wahre Rutschbahn. Reihenweise hatten die Verkehrsteilnehmer mit der eisglatten Fahrbahn ihre Schwierigkeiten und landeten  mit ihren Fahrzeugen oft in den Schutzplanken bzw. stießen leicht mit anderen Autofahrern zusammen.

Die Verkehrspolizei Bayreuth, die auch von der Polizei Bayreuth-Stadt und –Land sowie von der Polizei Pegnitz unterstützt wurde, hatte alle Hände voll zu tun und musste mehr als 20 Unfälle aufnehmen. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Gros der Unfälle um sog. „Blechschäden“. Trotzdem erlitten drei Personen leichte Verletzungen. Ein 48-Jähriger aus Auerbach i. Vogtland krachte mit seinem 3-er BMW ebenfalls bei Bayreuth in Richtung München in die Betonleitwand. Neben dem Glatteis dürfte dabei allerdings Alkohol eine erhebliche Rolle gespielt haben. Der Vogtländer war mit 1,44 Promille deutlich angetrunken und musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Seinen Führerschein stellten die Beamten an Ort und Stelle sicher.

Bei einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen waren gegen 19.30 Uhr auf der A 9, Höhe Wolfsbach, in Fahrtrichtung Berlin, sechs Pkw auf der vereisten Fahrbahn zusammen gestoßen. Verletzte gab es zwar nicht, allerdings suchte der Fahrer eines Geländewagens, Marke Nissan, Farbe und Kennzeichen unbekannt, sein Heil in der Flucht. Hinweise zum Unfallflüchtigen nimmt die Verkehrspolizei Bayreuth, Tel. 0921/506-2330, entgegen.

Der Gesamtschaden aller bislang aufgenommenen Unfälle wird auf zirka 100.000 Euro geschätzt.

Erst gegen 23.30 Uhr entspannte sich die Situation und die Verkehrspolizei sowie die Räum- und Streudienste der Autobahnmeisterei und das Technische Hilfswerk, welches bei der Absicherung von Rückstaus wichtige Hilfe leistete, konnten wieder zum „Tagesgeschäft“ übergehen.

 

 

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