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Amphibienschutz bei Triefenbach: Umfangreiche Bauarbeiten beginnen

Am heutigen Montag (05. Oktober) beginnen an der Staatsstraße 2262 zwischen Trabelsdorf und Tütschengereuth (BA) mit einer umfangreichen Maßnahme zum Schutz wandernder Amphibien. Hierbei wird auf einer Länge von rund 600 Meter ein stationäres Amphibienleitsystem aus Stahlblechelementen, beidseitig und parallel zur Fahrbahn, eingebaut. Vor Ort gibt es hauptsächlich Erdkröten.

Schutz der Amphibien bei der Wanderung zu den Laichgewässern

Das Leitsystem schützt die Amphibien bei ihrer alljährlichen, im Frühjahr stattfindenden, Wanderung zu den Laichgewässern, vor dem gefährlichen Überqueren der Fahrbahn. Damit die Kröten das nördlich der Fahrbahn bei Triefenbach gelegene Laichgewässer erreichen können, werden an drei Stellen spezielle Amphibiendurchlässe unter der Fahrbahn eingebaut. Diese einmalige Investition beendet laut dem Staatlichen Bauamt Bamberg den kosten- und zeitaufwändigen Auf- und Abbau von mobilen Fangzäunen aus Kunststoff. Zudem entfällt die Gefährdung der ehrenamtlichen Betreuer der Initiative Artenschutz in Franken, welche die Tiere bislang in Fanggefäßen und meist in der Dunkelheit über die Straße trugen.

Halbseitige Sperre der Staatsstraße

Das Leitsystem schließt an bereits bestehende, sogenannte Amphibien-Stopprinnen im Bereich mehrerer Zufahrten an. Diese wurden bereits in den Vorjahren auf Initiative des „Artenschutz Franken“ eingebaut und sichern den Zulauf zur Straße im Bereich dieser Zufahrten. Zum Einbau der Stahlblechelemente und der Durchlässe wird die Staatsstraße 2262 auf Höhe Triefenbach halbseitig gesperrt. In Abstimmung mit den Behörden wird die vor Ort bestehende Bushaltestelle circa 200 Meter in Richtung Trabelsdorf verlegt. So kann ein sicheres Ein- und Aussteigen für Schulkinder und Fahrgäste, außerhalb des Baustellenbereichs, gewährleistet werden.

Baukosten von 140.000 Euro

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 140.000 Euro. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt laut dem Staatlichen Bauamt etwa sechs Wochen und wird voraussichtlich Mitte November abgeschlossen.



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