Bahnausbau in Bamberg: Stadtrat stellt Weichen für den Herbst

Als ob die Namensänderung der Arena nicht genug Redezeit in Anspruch genommen hätte: in seiner Nachmittagssitzung hat der Stadtrat auch sein Ja zu den Ergebnissen des Koordinierungskreises Bahn gegeben. Das Gremium, in dem z.B. Vertreter der Stadt, der Deutschen Bahn und der Bürgerschaft sitzen, hatte zuletzt drei Trassenvarianten in die engere Auswahl genommen: den Ausbau der Bestandsstrecke durch Bamberg mit innovativem Lärmschutz; eine Tunnellösung mit partieller Tieferlegung einzelner Bereiche und eine Ostumfahrung parallel zur Autobahn A73.

Ganze anderthalb Stunden zog sich die Debatte hin, in der Fragen an Bahnvertreter Reiner Gubitz und an den Stadtbaureferenten Michael Ilk gestellt wurden. Letztlich stimmten bis auf zwei Stadträte alle Anwesenden für den aktuellen Planungsstand, der im November in der nächsten Sitzung des Koordinierungskreises konkretisiert werden soll. Dann könnte – so die Hoffnung von Oberbürgermeister Andreas Starke – sich vielleicht schon eine Lösung abzeichnen, der der Stadtrat später sein Ok geben könnte.

Die Diskussion erstreckte sich auch über die Besetzung des Koordinierungskreises. Der Stadtrat sprach sich dafür aus, dass jeweils ein Vetreter der Bamberger Gärtner und der Initiative „Trasse mit Vernunft“ in das Gremium kommen sollen. Die Gärtner fürchten durch den Bahnausbau einen Flächenverlust und Einschränkungen während der Bauzeit; die Initiative umfasst Anwohner, Verbände und Gemeinden entlang einer möglichen Ostumfahrung – also die Ostumfahrungskritiker. Dass mit Dieter Volk vom Verkehrsclub Deutschland bereits jemand im Koordinierungskreis sitzt, der auch die Resolution der „Trasse mit Vernunft“ unterschrieben hat, war offenbar keinem Stadtrat aufgefallen.

 


 

 



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