Bamberg: Bundesinnenminister de Maizière besucht Rückführungszentrum

Bundesinnenminister Thomas de Maizière besuchte am Donnerstagvormittag (22. Oktober) die von der Bayerischen Staatsregierung eingerichtete Ankunfts- und Rückführungseinrichtung für Asylbewerber ohne Bleibeperspektive in Bamberg und machte sich ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten.

 

 

423 Personen aktuell im Rückführungszentrum

Am 16. September 2015 wurde die Ankunfts- und Rückführungseinrichtung in Bamberg in Betrieb genommen. Insgesamt sollen mittelfristig 1.500 Menschen in dem sogenannten „Balkanzentrum“ Platz finden. Momentan liegt die Kapazität bei 600 Plätzen. Belegt sind davon 423 (Stand 21. Oktober). Offiziell abgeschoben worden sind von Bamberg aus bisher 31 Asylbewerber. 144 haben ihre freiwillige Ausreise beantragt. 40 sind bereits freiwillig ausgereist.

 

Update 14:30 Uhr:

de Maizière würdigt Handeln von Bayern und der Stadt

Bundesinnenminister de Maizière würdigte bei seinem Besuch die Rolle Bayerns und der Stadt Bamberg bei der Flüchtlingsunterbringung. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Starke, Bürgermeister Lange, den Bayerischen Staatsministern Emilia Müller und Melanie Huml, Staatssekretär Thomas Silberhorn, der Vizepräsidentin der Regierung von Oberfranken Petra Platzgummer-Martin sowie Landrat Johan Kalb verschaffte er sich vor Ort einen Eindruck über den gegenwärtigen Betrieb, die aktuelle Belegung, die Organisation, die Sicherheitsvorkehrungen und die humanitäre Versorgung der Einrichtung.

Bundesinnenminster sieht Rückführungszentrum als Vorbild

Oberbürgermeister Andreas Starke betonte, dass Bamberg mit der ARE II einen wichtigen Beitrag leiste, damit die Menschen möglichst rasch wieder in ihre Heimat zurückgeführt werden können, die keinen Asylgrund und keine Bleibewahrscheinlichkeit haben. De Maizière empfahl die ARE als Vorbild für andere Bundesländer.

OB Starke bedankt sich für Verständnis aus der Bevölkerung

Oberbürgermeister Starke und Bürgermeister Lange nutzten die Gelegenheit am Vormittag, sich auch für das Verständnis in der Nachbarschaft und bei den direkten Anwohnern zu bedanken. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen, sei es noch zu keinen größeren Problemen gekommen. Laut Starke hat es sich als erwiesen, dass die Stadt schnell eine ständige Ansprechpartnerin für die Bürgerschaft benannt habe, die zur Verfügung stehe, falls Beschwerden oder Probleme auftauchen sollten.

 

 

Unser Bericht vom Donnerstag (22. Oktober):

 

Oberfrankens Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin bilanziert die Arbeit des Rückführungszentrums in Bamberg (22. Oktober):

 

Polizei verhindert Neonazi-Anschlag

Am Rande des Besuchs wurde bekannt, dass die Polizei einen rechtsextremen Anschlag in Bamberg verhindert hat. Bei einer Razzia gegen die rechte Szene am gestrigen Mittwoch (21. Oktober) wurden 13 Personen verhaftet, Waffen und weiteres umfassendes Beweismaterial sichergestellt. HIER GEHT ES ZU DIESEN NEWS.

 



 



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