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Bamberg: Garmisch-Variante des Corona-Virus in der Domstadt nachgewiesen

In der Region Bamberg ist am Dienstagabend (26. Januar) erstmals eine Mutation des Corona-Virus nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt Bamberg am Mittwoch (27. Januar) mitteilte, ist eine Bewohnerin einer Interims-Einrichtung der Sozialstiftung Bamberg mit der erstmals in Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern) festgestellten Variante des Virus infiziert. Der Frau geht es laut der Behörde gut. Sie ist symptomfrei.

Krisen-Besprechung der Verantwortlichen am Mittwochmorgen

Die Corona-Mutation, die erstmals in Garmisch-Partenkirchen festgestellt wurde, ist nach aktueller Erkenntnis der Experten nicht mit den hochansteckenden England-, Südafrika- oder Brasilien-Mutationen gleichzusetzen. Dennoch tun die Gesundheitseinrichtungen im Interesse des Schutzes der Bevölkerung laut Landratsamt alles, um eine weitere Ausbreitung dieser Mutante zu verhindern. Darauf verständigten sich die Verantwortlichen am Morgen in einer kurzfristig anberaumten Besprechung mit Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke.

88-Jährige mit der Mutante infiziert

Die 88-jährige Frau war vor gut einer Woche aus einem anderen oberfränkischen Landkreis in die Einrichtung nach Bamberg verlegt worden. In Oberfranken hat lediglich die Sozialstiftung Bamberg eine solche Interims-Einheit, eingerichtet auf Aufforderung der Regierung von Oberfranken eingerichtet. Dort verbringen Infizierte, die symptomfrei sind, aber weiter pflegerisch versorgt werden müssen, die Zeit, bis die Infektion ausgestanden ist.

Infizierte Frau seit Beginn der Einlieferung unter infektiologischem Vollschutz

Weil eine Covid-19-Infektion – nicht die Mutation – bei der Einlieferung bekannt war, erfolgte die Betreuung der Bewohnerin bereits von Beginn an isoliert und durchgehend unter einem infektiologischen Vollschutz. Deshalb gibt es nach Auffassung des Fachbereiches Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg und der Sozialstiftung Bamberg keinen Anhaltspunkt für eine Ausbreitung der seit dem gestrigen Dienstag als Mutation identifizierten Infektion. Dennoch wurden am Dienstag sowie am heutigen Mittwoch alle Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung getestet.



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