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Bayern: Freistaat führt Wahlpflichtfach „Islamischer Unterricht“ ein

Die bayerische Staatsregierung führt nach einem erfolgreichen Modellversuch den „Islamischen Unterricht“ als Wahlpflichtfach an den Schulen in Freistaat ein. Start ist das kommende Schuljahr 2021/2022. Dies teilte Kultusminister Michael Piazolo auf einer Pressekonferenz in München am Dienstagmittag (23. Februar) mit.

Islamischer Unterricht wird in deutscher Sprache stattfinden

Demnach soll zukünftig vorwiegend für Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens als Alternative zur Religionslehre neben dem Ethikunterricht künftig auch „Islamischer Unterricht“ wählbar sein. Dieser bietet laut der Staatsregierung in deutscher Sprache Wissen über die islamische Religion sowie eine grundlegende Werteorientierung im Geiste des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung.

Eingesetzt werden staatliche Lehrerinnen und Lehrer

Eingesetzt werden staatliche Lehrerinnen und Lehrer, die über die Befähigung zum Lehramt an öffentlichen Schulen oder eine vergleichbare pädagogische Qualifikation verfügen. Das Kabinett billigte am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf zur
Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, der jetzt in die Verbandsanhörung geht.

Einführungsphase ab dem Schuljahr 2021/2022

In der Einführungsphase ab dem Schuljahr 2021/2022 werden 350 Standorte ermöglicht. Um die hohe Akzeptanz dieses Wahlpflichtfachs zu bewahren, soll bei der Ausgestaltung und Entwicklung des Lehrplans mit seinen islamkundlichen Inhalten auf die Kompetenz des Wissenschaftlichen Beirats des Departments Islamisch-Religiöse Studien der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (DIRS) zurückgegriffen werden.



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