Bayern: Kontaktbeschränkungen werden gelockert

Im Rahmen einer Pressekonferenz verkündete am Dienstagmittag (16. Juni) der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatsminister Florian Herrmann weitere Corona-Lockerungen für Bayern. Ab Mittwoch (17. Juni) werden die Kontaktbeschränkungen im Freistaat weiter gelockert. Somit wird das Treffen mit zehn Personen erlaubt. Weitere Lockerungen stehen an.

Folgende Corona-Lockerungen wurden verkündet:

  • Der Katastrophenfall soll ab Mittwoch (17. Juni) aufgehoben werden. Allerdings könne der Katastrophenfall jederzeit wieder ausgerufen werden.
  • Allgemeine Kontaktbeschränkungen werden unter Auflagen (zum Beispiel: Maskenpflicht) beibehalten. Ab Mittwoch (17. Juni) werden die Kontaktbeschränkungen auf zehn Personen gelockert.
  • Ab Montag (22. Juni) sind kleinere Veranstaltungen (zum Beispiel: Hochzeit) im Innenraum mit bis zu 50 Personen und im Außenraum mit bis zu 100 Personen erlaubt. Sollten die Fallzahlen weiterhin stabil bleiben, könne diese festgelegte Personenzahl in zwei Wochen erhöht werden. Begründet wird die Festlegung der Zahl  mit der Nachverfolgung der Infektionsketten.
  • Das Verbot von Großveranstaltungen soll verlängert werden. Dies gilt bisher bis zum 31. August. Verlängerung wird am Mittwoch (18. Juni) in der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen werden.
  • Ab dem 1. Juli dürfen alle Kinder in die Kita und alle Schüler wieder in die Schulen. Es wird keinen Regelunterricht geben. Voraussichtlich ab September wird der Regelunterricht wieder aufgenommen werden, weiterhin unter Hygieneauflagen.
  • In Alten- und Pflegeheimen sollen mehr Besucher und Besuchszeiten erlaubt werden. Hierfür soll die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsamt ein individuelles Konzept erstellen.
  • Ab Montag (22. Juni) dürfen im Handel doppelt so viele Menschen gleichzeitig einkaufen wie bisher. Das bedeutet: Zehn Quadratmeter pro Person anstatt die bisherigen 20 Quadratmetern zugeteilt. Die Festlegung der Quadratmeterzahl pro Person soll auch auf andere Bereiche übertragen werden. Wie zum Beispiel: Freizeit- oder Tierparks. Zudem verkündete Söder die Lockerung der Maskenpflicht für Verkäufer und Verkäuferinnen. Diese müssen künftig keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sondern eine Plexiglasscheibe soll als Schutz ausreichen.
  • Die Sperrstunde für den Gastrobereich wird ab Montag (22. Juni) um eine Stunde, bis 23 Uhr verlängert. Für Bars und Kneipen liegen bislang noch keine Konzepte vor. Das Kabinett möchte bis zum 1. Juli eine Lösung finden.
  • Im Bereich der Kultur wird die Besucherzahl von 50 auf 100 im Innenbereich und im Außenbereich von 100 auf 200 Personen verdoppelt. Ab Montag (22. Juni) dürfen die Chöre wieder proben.
  • Im Bereich Tourismus dürfen Hotels ihren Wellness- und Saunabereich wieder öffnen. Auf Campingplätzen ist die Nutzung von Gemeinschafts-Sanitäranlagen wieder möglich. Ab Montag (22. Juni) dürfen in einem Reisebus alle Plätze nur mit einer Maskenpflicht wieder besetzt werden. Es dürfen laut Aiwagner wieder Gruppenreisen unternommen werden.

Fallzahlen sind zwar stabil, Söder appelliert weiterhin an die Vernunft der Menschen

Aktuell seien, nach Angaben von Söder, 860 Menschen derzeit mit dem Coronavirus in Bayern infiziert. In insgesamt 50 Städten und Landkreisen im Freistaat gäbe es derzeit keine Infektionen. Trotz der positiven Entwicklung, appelliert Söder an die Vernunft der Menschen. Solange es keinen Impfstoff gibt, bleibt die soziale Distanz weiterhin das einzige Medikament gegen das Coronavirus.

Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es heute Abend (16. Juni) ab 18 Uhr in Oberfranken Aktuell.

 



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