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Bayreuth: Asylbewerber aus dem Irak (20) muss in Haft

Im Schwurgerichtssaal des Landgerichtes Bayreuth wurde am Montagmittag (22. Februar) das Urteil gegen einen 20-jährigen Asylbewerber aus dem Irak gesprochen. Der Mann griff im Oktober 2015 einen Landsmann mit dem Messer an und verletzte ihn schwer. Wir berichteten! Das Urteil nun: 3 Jahre und 9 Monate Gefängnis.

Messerangriff am 27. Oktober

Zu dem Messerangriff kam es am Abend des 27. Oktobers in einer Asylunterkunft in Pegnitz (Landkreis Bayreuth). Nach einer kurzen aber heftigen Schlägerei besorgte sich der junge Iraker ein Küchenmesser und stach auf seinen Kontrahenten ein. Das Opfer wurde dabei schwer verletzt. Nur knapp verfehlte die Klinge die Hauptschlagader. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Zu dem anfänglichen Streit kam es, nachdem das Opfer und ein weiterer Freund den 20-Jährigen nicht zu einem Ausflug in ein Café mitnahmen und beide später alkoholisiert zurück in die Unterkunft kamen.

Kammer sieht keinen Tötungsvorsatz

Angeklagt wurde der Täter wegen versuchtem Totschlag in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Das Urteil lautete nun 3 Jahre und 9 Monate Haft wegen vorsätzlicher, schwerer Körperverletzung. Einen Tötungsvorsatz erkannte die Kammer nicht. Dieser Vorwurf wurde demnach gestrichen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 



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