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Bayreuth / Oberfranken / Rumänien: Kripo nimmt rumänische Einbrecherbande fest

Nach monatelangen und intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof in Zusammenarbeit der Oberfränkischen Kripo mit Zentralaufgabe, kurz KPI / Z, wurde eine mehrköpfige, rumänische Einbrecherbande überführt. Die Bande stand für zahlreiche Firmeneinbrüche in Nord- und Nordostbayern unter dringendem Tatverdacht. In Zusammenarbeit mit der rumänischen Polizei erfolgten in und um die rumänische Stadt Calarasi umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen und die Festnahme von mehreren Tatverdächtigen. Von den acht Tätern befinden sich inzwischen sechs in Justizvollzugsanstalten in Deutschland. Zwei weitere Bandenmitglieder befinden sich derzeit noch in Rumänien und sind festgenommen. Der Beuteschaden beträgt nach ersten Schätzungen der Kripo rund 250.000 Euro.

Über 200 Einbrüche im Zeitraum zwischen April 2017 und Oktober 2018

Über 200 Firmeneinbrüche ereigneten sich im Zeitraum zwischen April 2017 bis Oktober 2018 im Raum Hof, Bayreuth, Würzburg, Regensburg und Weiden. Die Einbrüche, die in der Nachtzeit stattfanden, wurden zunächst von den örtlich zuständigen Kripobeamten übernommen.

Täter brachen innerhalb einer Nacht in mehrere Firmen ein

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hielten sich bis dahin die unbekannten Täter in Deutschland auf und brachen innerhalb einer Nacht in mehrere Firmengebäude ein, die meist örtlich nah beieinander lagen. Auffällig war, dass die Täter insbesondere in die Objekte des "Glasstechens“ oder auch des "Kittfalzstechens“ einbrachen.

Ermittler erkennen, dass Querverbindungen zu anderen Einbruchserien bestehen 

Im Laufe der Ermittlungen und Spurenauswertungen der Kripo Hof geriet ein 36-jähriger Rumäne aus Calarasi in den Fokus der Ermittler. Der 36-Jährige wurde bei den Einbrüchen von weiteren Komplizen unterstützt. Bei mindestens 26 Tatorten wurden individuelle Spuren von einem seiner Komplizen gefunden. Die gleichen Spuren tauchten bereits 2016 bei Einbrüchen in Fürth auf. Den Ermittlerin zeigte sich dadurch, dass das Tätergeflecht komplex aufgebaut und sich Querverbindungen zu anderen Tatorten und Einbruchserien besteht.

Kripo nimmt 2019 im Raum Gütersloh eine Einbrecherbande fest - Zwei von ihnen waren an Taten im Raum Hof beteiligt

Im Jahr 2019 ermittelte die Kripo im Raum Gütersloh ebenfalls eine rumänische Einbrecherbande aus Calarasi. Die Täter wurden inzwischen zu hohen Haftstrafen verurteilt. Zwei von der Bande, die 29 und 30 Jahre alten Männer, waren mit an zehn Einbrüchen im Raum Hof beteiligt.

September 2019 wird ein Bandenmitglied in Goch am Niederrhein festgenommen

Über mehrere Monate hinweg gelang es den Ermittlern Schritt für Schritt die Struktur der Bande beweiskräftig aufzuklären. Mitte September 2019 nahm die KPI / Z Oberfranken ein Bandenmitglied in Goch am Niederrhein fest. Während der Wohnungsdurchsuchung mit Unterstützung der örtlichen Polizei, stellten die Ermittler, wichtige Beweismittel sicher.

Oberstaatsanwaltschaft Hof und oberfränkische Kripo durchsuchen in Rumänien acht Objekte

Ende Oktober 2019 reiste die Oberstaatsanwaltschaft Hof gemeinsam mit der oberfränkischen Kripo nach Rumänien in die Stadt Calarasi. Dort durchsuchten sie mithilfe der örtlichen Polizei acht Objekte in und um die Stadt. Während den Durchsuchungen entdeckten die Beamten entwendetes Diebesgut, das Tatorten in Deutschland zugeordnet werden konnten.

Kripo ermittelt 46-jährigen Tatverdächtigen

Durch entsprechende Spurenabgleiche gelang es der Kripo, den an bislang 26 Tatorten festgestellten unbekannten Verursacher zu ermitteln. Hierbei handelt es sich um einen 46-jährigen Rumänen.

Staatsanwaltschaft Hof erlässt acht Haftbefehle

Die Staatsanwaltschaft Hof erwirkte bislang acht Haftbefehle gegen die tatverdächtigen Bandenmitglieder. Sechs von ihnen befinden sich derzeit in einer Justizvollzugsanstalt in Deutschland.

Sechs Täter verbüßen ihre Strafe in Deutschland

Zwei der Tatverdächtigen sitzen aufgrund des Gütersloher Verfahrens bereits in Haft und warten auf ihren Folgeprozess im Hofer Verfahren. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde bereits Mitte September 2019 in Goch festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Ein weiterer 30-Jähriger saß wegen Eigentumsdelikten bereits in Österreich ein und wurde zwischenzeitlich nach seiner Haftsitzung an Deutschland überstellt.

Ende Januar und Mitte Februar 2020 wurden zwei weitere Komplizen von Rumänien an Deutschland ausgeliefert. Die beiden 39 und 48 Jahre alten Männer befinden sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt und warten auf ihr Gerichtsverfahren.

Zwei weitere Täter sollen von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert werden

Die zwei übrigen Mitglieder der Bande befinden sich derzeit noch in Rumänien und sind festgenommen. Mit ihrer Auslieferung nach Deutschland ist in den nächsten Monaten zu rechnen.

Täter hinterlassen bei ihren Einbrüchen 400.000 Euro Schaden

Nach ersten Schätzungen der Kripo erbeutete die Bande bei den Einbrüchen Gegenstände im Gesamtwert von rund 250.000 Euro. Die Täter hinterließen dabei einen Schaden von 400.000 Euro.

Alle Bandenmitglieder werden sich in nächster Zeit vor dem Landgericht Hof strafrechtlich verantworten

Alle Bandenmitglieder werden sich für die zahlreichen Einbrüche quer durch Nord- und Nordostbayern und vereinzelt auch in anderen Regionen demnächst vor dem Landgericht Hof strafrechtlich verantworten müssen. Die Ermittlungen der Kripo dauern voraussichtlich noch mehrere Monate an.

 

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