Beiersdorf / Coburg: Wende im Fall des getöteten Theatermusikers

Überraschende Wende im Fall der Tötung des Coburger Theatermusikers Wolfgang R.: Der Bundesgerichtshof hat dem Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben und das Urteil aus dem Februar 2015 „kassiert“. Damals hatten die Richter zwei Männer zu jeweils 13,5 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen Totschlags und Diebstahls. Wir berichteten.

Überfall in Beiersdorf im Dezember 2013

Die Mitglieder der Rockerszene sollen im Dezember 2013 einen Theatermusiker im Coburger Stadtteil Beiersdorf überfallen und brutal zusammengeschlagen haben. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Die Lebensgefährtin des Opfers und ihr Ehemann, von dem sie noch nicht geschieden war, wurden wegen Mittäterschaft und Anstiftung ebenfalls verurteilt – in diesen Fällen allerdings wegen Körperverletzung.

Fall wird neu verhandelt

Weil die Staatsanwaltschaft während des Prozesses vom Vorwurf des Mordes nicht abweichen wollte, stellte sie auch den Revisionsantrag. Der Fall muss nun vor einer anderen Spruchkammer des Landgerichts Coburg neu verhandelt werden.

 

Coburg: Urteil im Prozess um den Toten von Beiersdorf (Bericht vom 13. Februar 2015):

 



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