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Coburg: 10 Tonnen weniger Taubenkot in der Stadt

Zehn Tonnen weniger Taubenkot in der Innenstadt – Dies ist das Ergebnis der sogenannten Coburger Taubenaktion. Insgesamt konnte Taubenschlagbetreuer Wolfgang Lukas vom Ordnungsamt in den drei städtischen Taubenschlägen (Stadthaus, Gemüsemarkt, Judentor) 1.002 Eier unschädlich machen. Da jede geschlüpfte Taube jährlich etwa 10 Kilo Nasskot produziert hätte, verhinderte der Gelegeaustausch 10 Tonnen zusätzlichen Taubendreck in der Fußgängerzone. Dazu kommen mehrere Zentner Taubenkot aus den Taubenschlägen selbst.

Taubenfüttern ist verboten

Leider gefährden vermeintliche Taubenfreunde dieses Ergebnis. Das illegale Taubenfüttern nimmt in letzter Zeit wieder zu. Vor allem in der Mohrenstraße, Hindenburgstraße und im Josiasgarten legen Unbekannte immer wieder heimlich große Futtermengen aus. Dabei bekommt das Füttern den Tauben nicht. Je schneller und bequemer die Tiere Nahrung finden, umso schneller vermehren sie sich. So gibt es immer weniger ruhige Brutplätze in der Stadt. Die Tauben müssen sich um die wenigen Brutplätze streiten. Dabei werden Eier zerstört, Nestlinge verletzt, Jungtauben gehackt und brütende Tauben beunruhigt. Dauerstress, Krankheiten und Parasiten sind die Folge. Zusätzlich belastet werden die Tiere noch durch gesundheitsschädliche Abfälle wie verschimmeltes Brot oder alte Nudeln, die Salmonellenerkrankungen bei den Tauben hervorrufen können. Als Ordnungswidrigkeit kann das Füttern außerhalb der Taubenschläge sogar mit Bußgeld geahndet werden.

Taubenaktion geht weiter

Die Stadt setzt auch künftig konsequent auf ihre „Coburger Taubenaktion“. Dazu gehören die drei Säulen Gelegeaustausch, privates Fütterungsverbot und bauliche Abwehrmaßnahmen. Nur diese Kombination ermöglicht eine langfristige ökologisch-sanfte Bestandskontrolle, die Schäden vermeidet und die Lebensbedingungen für die vorhandenen Tauben verbessert.

 



 



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