© Polizeipräsidium Oberfranken

Coburg-Cortendorf: Polizei sprengt Drogenparty!

Am Montagabend (03. April) wurde der Rettungsdienst in einem Mehrfamilienhaus im Coburger Stadteil Cortendorf gerufen. Eine Person wies eine Drogen- und Alkoholvergiftung auf. Daraufhin wurde auch die Polizei eingeschaltet. Die Anwesenheit der hinzugerufenen Beamten spornte den Notfall-Patienten dann zu sportlichen Höchstleistungen an.

34-Jähriger springt vom Balkon und flüchtete durch die Itz

Als die Polizeistreife gegen 20:00 Uhr in der Wohnung erschien, war der Rettungseinsatz noch in vollem Gange. Ein bewusstloser Rödentaler (34) musste durch die anwesende Notärztin stabilisiert werden. Dessen Gesundheitszustand verbesserte sich schlagartig, nachdem er wieder zu sich kam. Als der 34-Jährige den ersten Polizisten vor sich sah, sprang er auf und gab Fersengeld. Er flüchtete aus der Wohnung indem er vom Balkon im Erdgeschoss in den Garten sprang. Nachdem er die uniformierten Verfolger nicht abschütteln konnte, flüchtete er schließlich in die eiskalte Itz, um entkommen. Diese Flucht misslang allerdings.

Flüchtiger mit Drogen erwischt

Der Flüchtige konnte im Zuge der Fahndung durch Coburger Polizisten festgenommen werden. Grund für seine Flucht war der Besitz einer kleinen Menge Heroin, die der Rödentaler noch bei der Flucht mit sich führte. Nach seiner Festnahme wurde der Mann aufgrund einer Unterkühlung vom Rettungsdienst in das Coburger Klinikum gebracht.

Drogen- und Alkoholparty beendet

Im Zuge der Ermittlungen vor Ort konnten in der Wohnung insgesamt vier Personen angetroffen werden, die Betäubungsmittel konsumiert hatten. In allen Fällen handelte es sich um Kleinmengen zum privaten Eigenkonsum. Neben den Betäubungsmitteln konsumierten zwei der vier Anwesenden zudem noch eine größere Mengen Alkohol. Die Promille-Werte lagen zwischen 1,28 und 2,0. Die Drogen-Party wurde durch die Ordnungshüter aufgelöst. Das Ergebnis des Polizeieinsatzes waren vier Strafanzeigen wegen unerlaubten Betäubungsmittelbesitzes, einem Verstoß nach dem Arzneimittelgesetz sowie ein unterkühlter Flüchtiger.



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