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Coburg: Schlüsseldienst verlangt Unsumme – Polizei ermittelt

Die Notsituation einer 52 Jahre alten Frau am Montag (05. Februar) in Coburg nutzte ein Schlüsseldienst augenscheinlich schamlos aus. Der Schlüsseldienst verlangte von der Frau eine enorm hohe Summe, obwohl die geleistete Arbeit und das verwendete Material, dies wohl gar nicht Wert waren. Nun ermittelt die Polizei, ob hier ein Betrugsversuch vorliegt.

Hohe Rechnung flattert ins Haus

Nachdem sich am Montagabend eine 52-Jährige aus ihrer Wohnung im Coburger Stadtgebiet ausgesperrt hatte rief sie einen Not-Schlüsseldienst, der im Nachhinein eine horrende Summe verlangte. 700 Euro sollten die Türöffnung in den frühen Abendstunden sowie das Auswechseln eines Türschlosses kosten. Die Coburgerin beglich nicht sofort den geforderten Betrag in Höhe von 700 Euro, sondern leistete lediglich eine Anzahlung in Höhe von 250 Euro.

Billiges Schloss falsch eingebaut

Am nächsten Tag ließ die Frau das ausgetauschte Schloss durch einen anderen lokalen Schlüsseldienst begutachten. Der gerufene Techniker musste feststellen, dass zum einen das Schloss fehlerhaft eingebaut wurde und der Preis für das neu eingebaute Schloss deutlich zu hoch angesetzt war. 300 Euro sollte alleine das neue Türschloss kosten, obwohl das verwendete Schloss lediglich einen Wert von 35 Euro hatte. Dies veranlasste die Coburgerin letztendlich dazu eine Anzeige bei der Coburger Polizei wegen der deutlich überhöhten Rechnungsstellung durch den Schlüsseldienstmitarbeiter zu erstatten. Die Coburger Polizeiinspektion ermittelt nun wegen versuchten Betrugs sowie Wucher.

Polizei rät zu lokalen Schlüsseldiensten

Die Coburger Polizeiinspektion rät grundsätzlich einen Schlüsseldienst mit lokaler Firmenanschrift in der Nähe des Wohnortes zu beauftragen. Der zuerst gelistete Schlüsseldienst im Telefonbuch oder im Internet ist nicht automatisch die beste Wahl. Bevor der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes zum Einsatz kommt, sollten vor allem auch die Kosten für die Anfahrt und die einzelnen Leistungen erfragt werden. Damit erspart man sich im Vorfeld schon einiges an Ärger und vor allem auch eine Menge Geld.