Coburg: Stoschek setzt sich in der Kennzeichenaffäre zur Wehr

In der Causa um Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch setzt sich der Coburger Unternehmer Michael Stoschek zur Wehr. Wie berichtet, soll Stoschek mehrfach an seinem Porsche ein kopiertes und verkleinertes Kennzeichen aus einer Klebefolie angebracht haben. Dies ist unzulässig. Vom Amtsgericht Coburg gab es jetzt einen Strafbefehl!

Exklusiv-Interview mit Michael Stoschek vom Freitagmittag (28. August):

 

Unser Bericht über die Kennzeichen-Affäre vom Freitag (28. August):

 

Strafbefehl vom Amtsgericht Coburg

In der Post vom Amtsgericht steht geschrieben, dass Stoschek an seinem Porsche 911 mit dem Kennzeichen CO-NY 60 „ein amtlich nicht dafür ausgegebenes Klebekennzeichen“ angebracht hat. Hiermit soll sich Stoschek der Urkundenfälschung und des Kennzeichenmissbrauchs in zwei tatmehrheitlichen Fällen gemäß §22 Absatz 1 Nr. 2 und Nr. 3, Absatz 2 StVG §§267 Absatz 1, 53 StGB schuldig gemacht haben.

 

 

Strafe: 55 Tagessätze zu 30.000 Euro

Gegen Stoschek wurde eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 55 Tagessätzen a 30.000 Euro festgesetzt (siehe Bild). Die Strafe beträgt damit insgesamt 1,65 Millionen Euro. Die Summe für Stoschek orieniert sich an den Einkommensverhältnissen des Milliardärs.

Unternehmer geht gegen die Strafe vor

Der Unternehmer fühlt sich ungerecht behandelt und will jetzt gehen diesen Strafbefehl juristisch vorgehen. Darüber informierte er am Freitagvormittag (28. August) auf eine Pressekonferenz in Ahorn (Landkreis Coburg). Stoschek forderte hier die Rücknahme des Strafbefehls und bezeichnete den Vorgang selbst als eine Bagatelle.

 

 

Der Brose-Boss erklärte, dass er sechs Jahre lang mit dem Porsche und den Klebekennzeichen unterwegs war und dabei zwei Mal geblitzt wurde. Diese Strafen habe er auch angenommen und bezahlt. Mit der Veröffentlichung seiner Blitzerfotos zeigte Stoschek am Vormittag, dass auch dieses Klebekennzeichen bei einer Geschwindigkeitsmessung erfassbar ist. Dies hatte zuvor ein in Auftrag gegebenes Gutachten der Behörden verneint. 

 

 

Unterdessen hat der Hobby-Rallyefahrer jetzt auch die gültigen Kennzeichen für seinen Porsche dabei…

 

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Unser Beitrag vom Donnerstag (27. August):

 

(Bilder: Michael Stoschek)

 

 



 



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