Coburg: vbw fordert Stärkung der oberfränkischen Industrie

Die vbw, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., zeigt in einem Positionspapier Maßnahmen zur Stärkung der Industrie im Freistaat auf. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Industrie ist die Basis für Wachstum und Wohlstand. Deshalb muss sie in allen Regierungsbezirken Bayerns gestärkt werden. Wir müssen in allen Regionen für Standortbedingungen sorgen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen sicherstellen. Kein Teil des Freistaats darf vom industriellen Erfolg abgeschnitten sein.“

Oberfranken liegt im bayerischen Durchschnitt

Der industrielle Wertschöpfungsanteil in Oberfranken liegt mit 28 Prozent im bayerischen Durchschnitt (27 Prozent). Von 2005 bis 2011 wuchs die oberfränkische Industrie um 29,1 Prozent und damit schwächer als der bayerische Durchschnitt (+34,3 Prozent). Im selben Zeitraum sank die Anzahl der oberfränkischen Industriebeschäftigten um 0,7 Prozent (Bayern: +3,9 Prozent). Die Exportquote der regionalen Industrie liegt bei 44,5 Prozent (Bayern: 51,4 Prozent). Der größte Industriezweig ist der Maschinenbau. Hier arbeiten 20,8 Prozent der oberfränkischen Industriebeschäftigten (Bayern: 18 Prozent). Auf Rang zwei liegen mit 13,9 Prozent (Bayern: 6,4 Prozent) die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren. Die Glas-, Keramik- sowie die Steine- und Erdenindustrie rangieren mit 9,1 Prozent (Bayern: 3,9 Prozent) auf Platz drei.

vbw fordert Ausbau der Infrastruktur

Um die industrielle Wertschöpfung in der Region zu erhöhen, empfiehlt die vbw etwa den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. „Im Bereich Straße sind Investitionen innerhalb des Regierungsbezirks ebenso erforderlich wie eine verbesserte Anbindung der Region an den Großraum Nürnberg“, fordert Brossardt. Zudem hat der Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes eine hohe Priorität: „Ohne eine bedarfsgerechte Versorgung kann die Region die Wachstumspotenziale der Digitalisierung nicht ausschöpfen“, warnt Brossardt. Potenzial sieht der vbw Hauptgeschäftsführer in den Bereichen Internationalisierung und Innovationen. „In punkto Forschung ist auch an eine überregionale Kooperation der oberfränkischen Industrie mit den Hochschulen im Raum Nürnberg zu denken.“

 


 

 



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