Rückschlag in Coburg: Veste wird keine Welterbestätte

Das bestehende Weltrerbe „Lutherstätten in Sachsen-Anhalt“ sollte eigentlich zu „Luhterstätten in Mitteldeutschland“ erweitert werden. Zwölf deutsche Lutherstätten in Thüringen, Sachsen und Bayern sollten dazu kommen. Darunter auch die Veste Coburg. Dieser Antrag wurde nun aber zurückgezogen.

Welterbe wird nicht erweitert

Der Internationale Denkmalrat ICOMOS prüfte für die UNESCO den Antrag das Welterbe „Lutherstätten in Sachsen-Anhalt“ zu erweitern, leider mit einem für Oberfranken negativem Ergebnis. Der ICOMOS gab die Empfehlung ab, die 12 weiteren Lutherstätten nicht in das Welterbe aufzunehmen. Aufgrund dieser Empfehlung wurde der Antrag zurückgezogen, in der Hoffnung ihn zu einem späteren Zeitpunkt erneut einzureichen und dann ein positiveres Ergebnis zu erzielen. Somit wird auch die Veste Coburg, auf welcher Luther mehrere Monate verbrachte, vorerst kein Welterbe.

Enttäuschung in Coburg

„Durch die Entscheidung, den Antrag zurückzuziehen, zerschlagen sich in Coburg viele Hoffnungen und Chancen, die wir auf der touristischen Ebene, für die gesamte Region, mit dieser Auszeichnung verknüpft haben. Aus diesem Grund, habe ich meine parteiinternen Verbindungen in die bayerische Staatsregierung genutzt und Ministerpräsident Horst Seehofer, sowie die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner und die beiden Staatsminister Dr. Markus Söder und Dr. Ludwig Spaenle angeschrieben und um Unterstützung für eine erneute Einreichung des Antrags gebeten. Gerne werde wir von Seiten des Coburger Tourismus alles tun, um die erbetenen Bemühungen der Staatsregierung zu unterstützen, den Antrag in einer überarbeiteten Form nochmals bei der UNESCO einzureichen.“, so Dr. Weber.



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