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Coburg: Zentralrat der Juden kritisiert „Max-Brose-Straße“

Nach zähen Diskussionen um eine Max-Brose-Straße in Coburg zog der Stadtrat der Vestestadt gestern einen Schlussstrich. Das Gremium stimmte am Donnerstag (21. Mai) mit 26:11 Stimmen ab, dass es zu einer Umbenennung der “Von-Schultes-Straße” in “Max-Brose-Straße” kommt.

Neben vielen Befürwortern dieser Maßnahme gibt es auch kritische Stimmen. So äußerte sich schriftlich gegenüber TVO Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden, wie folgt:

„Ich kann für diese Entscheidung des Stadtrats kein Verständnis aufbringen. Ich sehe eine deutliche Verstrickung Max Broses in die NS-Strukturen. Selbst wenn man ihn nur als kleinen Mitläufer einstufen würde, fehlte ihm damit der Vorbildcharakter, um eine Straße nach ihm zu benennen. Einen verantwortungsvollen Umgang der Stadt Coburg mit ihrer braunen Vergangenheit kann ich in dem Stadtrats-Beschluss leider nicht erkennen.“

 

Unser Beitrag zur Entscheidung des Stadtrates vom Donnerstag, 21. Mai:

 



 



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