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Coronakrise in Bayern: Markus Söder plant weitere Lockerungen

Nächste Woche sollen in Bayern, laut Ministerpräsidenten Markus Söder, neben den Friseuren auch weitere körpernahe Dienstleister, wie zum Beispiel Fußpflegepraxen, öffnen dürfen. Außerdem sollen Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden wieder ihre Waren verkaufen können, wie Söder in München bekannt gab. Und auch für den Handel allgemein und die Kulturschaffenden gibt es erste Lichtblicke. Anders sieht es im Bereich Gastronomie und Hotellerie aus.

Nicht nur Friseure können öffnen 

Markus Söder hat für nächste Woche weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bayern angekündigt. Die angekündigten Öffnungen sollen laut dem Ministerpräsidenten am Dienstag (23. Februar) vom bayerischen Kabinett beschlossen werden. Über mögliche weitere Lockerungen wollen die Ministerpräsidenten der Länder am 03. März mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beraten. Neben Friseuren sollen zum 01. März im ganzen Freistaat auch Anbieter anderer körpernaher Dienstleistungen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Zudem sei die Öffnung von Gärtnereien, Gartenmärkten und Blumenläden geplant.

„Weil es handelt sich hier um verderbliche Ware“, erläuterte Söder. „Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur in Discountern stattfinden, und dann würden die Discounter überrannt.“

Noch mehr Lockerungen für Kommunen mit niedriger Inzidenz 

Markus Söder stellte für Kommunen mit einer niedrigen 7-Tage-Inzidenz weitere Lockerungen in Aussicht. Für Landkreise und kreisfreie Städte, in denen der Wert bis nächste Woche unter 35 bleibe, müsse es deutliche Erleichterungen geben. Aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in Bayern sei ein „lokal abgestimmtes Vorgehen“ nötig. Dann könnten beispielsweise wieder Treffen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten möglich werden.

„Natürlich wird es so sein, dass bei stabilen Zahlen und diesen Werten die Kontakte erleichtert werden müssen“, erläuterte der CSU-Chef.

Schulen haben Priorität

Zugleich machte der Ministerpräsident deutlich, dass die Schulen bei möglichen Lockerungen weiterhin oberste Priorität haben. Nach dem Start des Wechselunterrichts an Grundschulen mit Test- und Maskenkonzepten, werde nun zunächst beobachtet, wie sich das in der Praxis auswirke. Es könnten dann also weitere Jahrgangsstufen an die Schulen zurückkehren, beispielsweise die Q11 an den Gymnasien sowie andere Vorabschlussklassen.

Erster Lichtblick für den Handel

Des Weiteren soll laut Söder in Landkreisen, die dauerhaft eine Inzidenz unter 35 haben, der Handel unter bestimmten Hygienemaßnahmen wieder öffnen können. Bei Sport und Kultur sollten dem Ministerpräsidenten zufolge ebenfalls die Schwellenwerte 35 und 50 als Maßstab für mögliche Lockerungen dienen.

„Nur bei der Gastronomie und Hotellerie ist der Horizont deutlich später“, erläuterte der Ministerpräsident. Denn dort sei es schwieriger, Schutzkonzepte mit Abstand und Masken umzusetzen.

Dritte Welle soll vermieden werden

Insgesamt befindet sich Deutschland Markus Söder zufolge in einer sehr sensiblen und schwierigen Phase der Pandemie. Die bisher getroffenen Schutzmaßnahmen seien erfolgreich gewesen, aber ihre Wirkung lasse nun etwas nach – „weil die Mutation stärker zum Tragen kommt“. Nach dem deutlichen Rückgang der Inzidenzwerte in den vergangenen Wochen stagnierten die Zahlen nun, in einigen Bundesländer gingen sie auch wieder nach oben.

„Auf der einen Seite wächst die Ungeduld, es ist der Wunsch stark nach Öffnungen da, auf der anderen Seite steigt die Unsicherheit über die Entwicklungen der Mutation“, sagte Söder. Es sei wichtig, einen Dreiklang aus Impfen, Testen und Erleichtern zu etablieren. „Es wird jetzt die spannende Aufgabe sein, das in den nächsten Wochen in eine neue Balance zu bringen.“



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