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Corona-Pandemie in Bayern: Impfpriorisierung in Arztpraxen wird aufgehoben

Niedergelassene Ärzte in Bayern können bei der Corona-Schutzimpfung aller zugelassenen Impfstoffe in der Zukunft bei der Priorisierung selbst frei entscheiden, welche Patienten zuerst geimpft werden. Dies gab das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwochnachmittag (12. Mai) bekannt.

Aufhebung der Priorisierung im Laufe der nächsten Woche

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Mittwoch (12. Mai) in München:

 

Die Priorisierung wird in den Praxen im Laufe der nächsten Woche aufgehoben. Impfstoffe können dann in den Arztpraxen allen Personen – je nach Impfstoff ab 16 beziehungsweise ab 18 Jahren – angeboten werden. Die Ärzte kennen ihre Patienten und können am besten einschätzen, wer die Corona-Schutzimpfung am dringendsten braucht. Diese Entscheidung sorgt für eine noch flexiblere und raschere Verimpfung der vorhandenen Impfstoffe. Wir setzen damit auch auf das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.

(Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister)

 

Hausärzte sind „leistungsfähige Säule der Bayerischen Impfstrategie“

Holetschek begründete diesen Schritt unter anderem damit, eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe sicherzustellen und den Ärzten eine effiziente Organisation der Impfungen zu ermöglichen. Neben den Impfzentren erweisen sich die Haus- und Fachärzte laut dem Ministerium als tragfähige und leistungsfähige Säule der Bayerischen Impfstrategie. Der Minister bekam von vielen Ärzten die Mitteilung, dass sie selbst auf ihre Patienten zugehen und ein Impfangebot machen. Dadurch bleibt aber auch der Impfstoff weiterhin ein knappes Gut.

Priorisierung in den Impfzentren bleibt bestehen

Bei den bayerischen Impfzentren bleibt es allerdings bis auf Weiteres bei der Priorisierung. In allen bayerischen Impfzentren erhalten in der Regel bereits Menschen aus der Priorisierungsgruppe 3 ein Impfangebot. Hiervon profitieren derzeit vor allem die 60- bis 69-Jährigen. Die über 70-Jährigen sind laut Gesundheitsministerium weitgehend geimpft oder ihnen wurde zumindest ein Impftermin angeboten.

 

Selbstverständlich werden auch weiterhin in allen Impfzentren Personen der ersten bzw. zweiten Priorisierungsgruppe geimpft, wenn diese sich jetzt erst für eine Impfung entscheiden und sich in BayIMCO registrieren, oder wenn sie die ihnen angebotenen Termine annehmen.

(Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister)

 

Zur Priorisierungsgruppe 3 gehören:

  • 60- bis 69-Jährige
  • Lehrkräfte an Gymnasien, Real- und Mittelschulen
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen der kritischen Infrastruktur tätig sind, wie im Transport- und Verkehrswesen und der Telekommunikation
  • Menschen mit Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes mellitus oder Asthma ohne Komplikationen.

Aktuelle Impfstatistik

In Bayern haben insgesamt 5.829.029 Menschen eine Impfung erhalten (Stand 12. Mai), davon 4.587.055 eine Erstimpfung. Das heißt: Mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern wurde erstgeimpft. 1.241.974 Menschen erhielten zudem bereits die Zweitimpfung. Von der Gesamtzahl der Impfungen wurden allein 1.413.207 Impfungen in den Arztpraxen verabreicht.



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