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Coronakrise: Autozulieferer MOLL aus Bad Staffelstein beantragt Insolvenz

Die Akkumulatorenfabrik MOLL GmbH + Co. KG aus Bad Staffelstein (LIF) ist durch die aktuellen Entwicklungen gezwungen, nach 75 Betriebsjahren die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Dies teilte das Unternehmen am Montag (30. März) mit. Das Unternehmen begründet dies mit dem durch die Corona-Krise verursachten plötzlichen und massiven Absatzrückgang, der auch dauerhaft bestehen bleibt.

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt

Bereits am heutigen Montag beantragte die Firma beim Amtsgericht Coburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

 

Das ist ein bitterer Tag, vor allem für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. … Unsere oberste Priorität und Sorge gilt nun ihrer sozialen Absicherung. Wir erwarten jedoch, dass im Insolvenzverfahren die Produktion wieder aufgenommen werden kann, wenn die Automobilindustrie ihren Produktionsstopp rechtzeitig beendet.

(Gertrud Moll-Möhrstedt, Geschäftsführende Gesellschafterin der MOLL GmbH + Co KG)

 

Die Coronakrise hat für MOLL weitreichende Folgen. In der derzeitigen Situation ist es für den Automobilzulieferer nicht absehbar, ob und wann sich der Absatz wieder erholt. Der Akkumulatorenfabrik fehlen laut eigener Aussage hierbei die Finanzmittel, um einen derart langen Zeitraum überbrücken zu können.

Über MOLL

Die Akkumulatorenfabrik MOLL GmbH + Co. KG produziert seit 1945 Batterien für verschiedene Anwendungen, vor allem für die Automobilindustrie. Am Standort Bad Staffelstein sind derzeit fast 300 Mitarbeiter beschäftigt. MOLL ist Entwicklungspartner für die Automobilindustrie und hat in der Vergangenheit Meilensteine für die Entwicklung heutiger moderner Starterbatterien gesetzt (z.B. Batterien für die Start-Stopp-Funktion). Absatzschwerpunkt ist der Volkswagen-Konzern. Beliefert werden die Fabriken von Skoda, Seat, der Marke Volkswagen, Audi sowie Porsche. Das letzte Geschäftsjahr 2019 konntes mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden. Bedingt durch die Ausweitung der Produktion sowie den Aufbau des zukunftsträchtigen Geschäftsmodells mit Lithium-Batterien musste MOLL in den letzten Monaten erhebliche Betriebsmittel vorfinanzieren, was zulasten der Liquidität ging.



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