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Das Phantom vom Kornberg: „Waldläufer“ festgenommen!

Seit Ostern 2014 wurden von einem circa 60-jährigen, offensichtlich wohnsitzlosen Mann die Waldgebiete von Kirchenlamitz, Niederlamitz, Marktleuthen, Großwendern und Spielberg/Heidelheim heimgesucht. Im Bereich des Kornberges brach der Mann zahlreiche Hütten auf und verursachte dadurch einen hohen Schaden. (Wir berichteten!) Nach umfassenden Ermittlungen wurde der Mann jetzt festgenommen.

Die geführten polizeilichen Such- und Ermittlungsmaßnahmen, unter anderem mit einer DNA-Spurenanalyse, führten am letzten Freitag (9. Januar) zum Erfolg. Die Polizei schnappte den Mann auf frischer Tat. Der 61-jährige Tscheche wird mit über 70 Einbrüchen in der Fichtelgebirgsregion in Verbindung gebracht. Vor allem im Schutz der Dunkelheit brach der Obdachlose mit Vorliebe Jagd- und Fischerhütten auf, die sich entweder im Wald oder in unmittelbarer Nähe eines Waldgebietes befanden. Dabei suchte der sogenannte „Waldläufer“ nach Nahrungsmitteln und Gegenständen des „täglichen Bedarfes“.

Zuletzt hatte es der Mann Mitte Dezember 2014 auf einen Pferdestall in Großwendern bei Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) abgesehen. Nachdem er sich Zugang zu dem Stall verschafft hatte, lies er dort Äpfel und Bananen mitgehen. (Wir berichteten!)

Der Entwendungsschaden der Diebstähle summierte sich auf rund 2.000 Euro. Der Sachschaden, der durch das Eindringen in die Objekte verursacht worden ist, lag zudem bei rund 10.000 Euro. Einen Teil der „Waldläufer“-Beute fand die Polizei in einem Lager im Wald. Der Mann sitzt aktuell in Untersuchungshaft

Am Mittwoch (14. Januar) will die Polizei in einer Pressekonferenz Auskünfte zu der Festnahme des „Waldläufers“ geben. Wir berichten am Mittwochabend ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell“ über den Fall.

 

Unser Bericht vom 14. Oktober 2014:

 



 



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