Dealern bei Schirnding auf dem Leim gegangen

Durch Körperschmuggel brachte sich am Mittwochnachmittag ein 26-jähriger Drogenschmuggler in Lebensgefahr. Statt der erhofften Droge Crystal hatten sich er und zwei weitere Komplizen  jedoch wertloses Badesalz andrehen lassen.

Der junge Mann, der sich in Begleitung eines 44-Jährigen  Fürthers und einer 26-jährigen Nürnbergerin befand, wollte gewiefter als die Polizei sein und wählte seinen Körper als Drogenversteck. Das Trio war mit dem Zug aus Tschechien eingereist und in eine Kontrolle von Schleierfahndern der Marktredwitzer Polizei geraten. Bei der genauen Überprüfung durch die Polizisten stellte sich heraus, dass der ältere ein Elektroschockgerät im Gepäck hatte. Bei seinem jüngeren Begleiter bestätigte sich sogar der Verdacht, das gefährliche Crystal in seinem Körper versteckt zu haben. Bis hin zum Tod können die Folgen reichen, wenn Drogen im Körperinneren geschmuggelt werden. Die Beamten reagierten daher sofort und fuhren den 26-Jährigen zum Arzt. Ein Internist förderte wenig später einige Gramm eines kristallinen Pulvers zu Tage.

Da das vermeintliche Crystal von den drei Mittelfranken gekauft wurde, ermittelt nun die Kripo Hof gegen sie. Die Spezialisten des Drogenkommissariats fanden bei einem Test heraus, dass die Gruppe übers Ohr gehauen wurde und in Tschechien für viel Geld Badesalz kaufte. Da sie sich jedoch Crystal besorgen wollten, müssen sie sich dennoch wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten. Gegen den 44-Jährigen ermitteln die Beamten zudem noch wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz.

 



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