© Bayerische Polizei / Symbolbild

Die Sicherheitswacht in Oberfranken: Ein ehrenamtlicher Dienst für die Gesellschaft

In Oberfranken engagieren sich rund 100 Frauen und Männer bei der Sicherheitswacht. Sie tragen hierbei regelmäßig zu einer Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger bei. Um in dieser Form auch zukünftig Präsenz zeigen zu können, sind die einzelnen Sicherheitswachten stets auf der Suche nach personeller Verstärkung.

© Polizei

Sicherheitswachten in Oberfranken

In zehn oberfränkischen Städten gibt es derzeit Sicherheitswachten. Zu finden sind sie in:

  • Bamberg
  • Bayreuth
  • Forchheim
  • Hof
  • Kulmbach
  • Wunsiedel
  • Selb
  • Kronach
  • Neustadt bei Coburg
  • Marktredwitz

Die Sicherheitswacht versteht sich als Ergänzung der Arbeit der Polizei. Sie ist weder eine Hilfspolizei, noch eine Bürgerwehr. Die Ehrenamtlichen werden an Stellen eingesetzt, an denen sie präventiv tätig werden können, die aber nicht so gefährlich sind, dass Polizeibeamte ständig vor Ort sein müssen. Die Frauen und Männer der Sicherheitswacht sind zusätzliche Augen und Ohren der Polizei und stehen stets in Kontakt mit den jeweiligen Dienststellen. So sorgen sie dafür, dass in Notlagen oder Gefahrensituationen schnell und gezielt eine professionelle Hilfe alarmiert und in der Folge geleistet werden kann.

Ausbildung, Ausrüstung und Aufwandspauschale

Neben einer eingehenden Ausbildung erhalten die Angehörigen der Sicherheitswacht eine besondere Ausstattung. Zu dieser zählt unter anderem

  • ein Digitalfunkgerät
  • eine Taschenlampe
  • ein Reizstoffsprühgerät
  • ein Erste-Hilfe-Set

Die Mitglieder tragen während ihres Dienstes ein dunkelblaues Polohemd und / oder eine dunkelblaue Einsatzjacke mit dem Bayerischen Staatswappen sowie mit der Aufschrift „Sicherheitswacht“. Für jeden Einsatz gibt es eine Aufwandspauschale von acht Euro pro Stunde.

© Polizei

Was darf die Sicherheitswacht?

Die in der Sicherheitswacht tätigen Personen sind keine Polizisten. Es handelt sich um Ehrenamtliche im Dienste des Gemeinwohls. Sie haben zunächst die gleichen Rechte wie jeder andere Bürger auch. So dürfen sie beispielsweise einen auf frischer Tat angetroffenen Straftäter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Zudem dürfen sie in Notwehr und Nothilfe für die Mitmenschen handeln.

Darüber hinaus gibt ihnen ein eigenes Gesetz folgende spezielle Befugnisse zur Gefahrenabwehr:

  • Durchführung von Befragungen und Identitätsfeststellungen von Personen
  • Übermittlung von personenbezogenen Daten an Polizei und Gemeinden
  • Erteilung von Platzverweisen
© Polizei

Um auch zukünftig diesen wichtigen Dienst an der Gesellschaft aufrecht erhalten zu können, sind alle Wachten ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die die nötige Verantwortungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Zivilcourage für diese Tätigkeit mitbringen, um diesen ehrenamtlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu leisten.

Folgende Kriterien sollten Bewerber mitbringen:

  • Mindestens 18 Jahre alt, höchstens 62 Jahre alt
  • Gesundheitlich den Anforderungen des Außendienstes (z.B. lange Fußdienstgänge) gewachsen
  • Abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung mit Zeugnis
  • Zuverlässigkeit + Verantwortungsbereitschaft und einen guten Ruf

Wer sich angesprochen fühlt und dieses Ehrenamt für die Gesellschaft übernehmen möchte, kann sich gern an den für seinen Bereich zuständigen Ansprechpartner wenden.

 

  • Ansprechpartner der Sicherheitswacht für Oberfranken: >>> HIER KLICKEN <<<

 

  • Weitere Informationen hierzu liefert die entsprechende Homepage der Polizei: >>> HIER KLICKEN <<<

 

  • Ein Film des Bayerischen Innenministeriums zur Sicherheitswacht (via youtube): >>> HIER KLICKEN <<<
Aktuell-Bericht vom Montag, 18. November 2019
Oberfranken: Sicherheitswachten suchen ehrenamtliche Mitglieder


Anzeige