Don´t cry, don´t crystal: Die Themenwoche bei TVO

Neun Tonnen reines Crystal Meth werden, Experten zu Folge, jährlich in Tschechien hergestellt. Das entspricht in etwa 90 Millionen Einzeldosen, die in großen Teilen zu uns nach Deutschland gelangen. Die Folgen sind verheerend! Vor diesem Hintergrund startet TV Oberfranken im Januar eine in dieser Form einmalige Kampagne: „Don´t cry, don´t crystal. Eine Kampagne, die wach rütteln, aufklären und helfen soll.

26.01.2015 – Die Resonanz auf unsere Themenwoche:
Die TVO-Themenwoche „Don´t cry, don´t crystal“ zu der Todesdroge Crystal löste eine starke Resonanzwelle aus. Neben hohen Klickzahlen für die Beiträge der Sendereihe unter tvo.de wurde vor allem auf der TVO-Facebookseite viel über die Crystal-Problematik diskutiert. Zahlreiche Reaktionen zu unseren Fragen auf die Beiträge begleiteten die Themenwoche. Wir fassen die Resonanz auf dieses Brennpunktthema im folgenden Beitrag zusammen.

 

23.01.2015 – Die Präventionsarbeit:
Neugier, Leistungsdruck, Kummer, Gruppenzwang – der Weg in die Drogen-Abhängigkeit ist vielseitig. Aus ihr heraus führt aber nur ein Einziger: Der Weg durch die Hölle. Walter und Julia sind diesen Weg erfolgreich gegangen. Prävention statt Abhängigkeit heißt nun ihre Devise. Wie diese Präventionsarbeit aussieht ist unser Thema am heutigen fünften Tag unserer Themenwoche.

 

 

22.01.2015 – Mutter in Todesangst um Tochter:
Das Gesicht aufgepickelt. Die Haare schmierig. Die Zähne verfault. Das Erscheinungsbild ungepflegt. Crystal-Abhängige stehen am Rande der Gesellschaft. Dies zumindest lassen uns diverse Bilder aus den USA glauben. Doch die Realität sieht anders aus. Julia Konrad aus Weißdorf (Landkreis Hof) ist ein Paradebeispiel für ein Anti-Klischee. Sie ist jung, hübsch, ein liebes Mädchen und familiär gefestigt. Und dennoch – Julia rutschte ab, schaffte aber den Ausstieg aus dem Teufelskreis. Heute engagiert sie sich ehrenamtlich im Kampf gegen Crystal. Sie ist Mitglied des Anti-Drogen-Vereins „mindzone“. Wir sprachen mit ihr und ihrer Mutter.

 

 

21.01.2015 – Auf Streife mit den Drogenjägern:
Der Schmuggel mit Drogen aus Tschechien nach Deutschland hat sich zu einem regelrechten Geschäftsfeld entwickelt, dass sich mittlerweile durch ganz Deutschland zieht. Etwa sechs Euro kostet ein Gramm in der Herstellung, etwa 20 Euro – etwa auf diversen Vietnamesen-Märkten – im Verkauf. Grenznah auf deutscher Seite werden 50 bis 60 Euro verlangt, in Großstädten wie München und Berlin kostet das Gramm bis zu 150 Euro. Die Gewinnspanne ist enorm, entsprechend der Anreiz bei Schmugglern und Dealern hoch.

Kai Hoffmann und Jürgen Reichl sind dafür da, um unter anderem die Schmuggel-Touren aufzudecken. Die beiden Schleierfahnder sollen verhindern, dass die gefährliche Droge Crystal ihren Weg nach Deutschland findet. Wir haben die Fahnder und einen tschechischen Drogenjäger bei ihrer Arbeit begleitet.

 

 

20.01.2015 – Klinikalltag eines Süchtigen:
Es fängt mit den Zähnen an, geht über Nierenschäden bis hin zu Herz- und Kreislaufstörungen. Crystal macht nicht nur abhängig, es zerfrisst regelrecht den menschlichen Körper. Trotz aller Horrorgeschichten ist die Droge angesagt wie nie.

Wie viele Crystal-Abhängige es tatsächlich gibt, weiß keiner genau. Das es eine große Zahl sein müssen, dies zeigt nicht nur die Zahl der Aufgriffe, sondern auch die Zahl derer, die sich in unseren Entzugskliniken befinden. Eine der renommiertesten Kliniken in Sachen Therapie ist die Bezirksklinik in Hochstadt im Landkreis Lichtenfels. 60 Betten gibt es hier und die sind seit Jahren quasi dauerbelegt.

 

 

19.01.2015 – Die Fakten zur Todesdroge:
Batteriesäure, Farbverdünner, Abflussreiniger. Kaum ein vernünftiger Mensch würde freiwillig diese Substanzen zu sich nehmen. Diese Stoffe sind aber typische Zutaten für eine Droge, die in großen Schritten Deutschland erobert. Rasant verbreitete sich Crystal Meth in den letzten Jahren. Das Erschreckende dabei ist, dass Crystal sich mittlerweile durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Der heutige erste Beitrag dreht sich um die Faktenlage zu der Todesdroge Crystal.

Hierzu fragen wir bei Facebook: Wird in Sachen Crystal genug Aufklärungsarbeit (z.B. in der Schule oder in der Familie) geleistet? Diskutiert mit bei uns auf Facebook!

 

16.01.2015 – TVO-Spezial zur Themenwoche „Don´t cry, don´t crystal“:
Die Zahl der Menschen, die die Todesdroge Crystal konsumieren, nimmt rasant zu. Eine genaue Statistik zu den Konsumenten gibt es nicht. Aber es gibt amtliche Zahlen, die die Aufgriffe von Crystal dokumentieren und diese sind erschreckend.  Über das Thema spricht Stefanie Schulze in dieser Sondersendung zur TVO-Themenwoche mit folgenden Gästen: Annegret Sievert (Diplom-Psychologin in der Bezirksklinik Hochstadt), Julia Konrad (3 Jahre lang von Crystal abhängig) und Thomas Schmalfuß (Drogenpräventionsbeamter der Polizei Oberfranken).

 

12.01.2015 – Unsere TV-Spots für unsere Themenwoche „Don´t cry, don´t crystal“:

 

12.01.2015 – Beiträge der Themenwoche „Don´t cry, don´t crystal“:

Eingebettet in unserer Nachrichtensendung „Oberfranken aktuell“ (ab 18:00 Uhr) beleuchten wir das Thema in fünf Beiträgen nachhaltig und detailliert. Unter Mitwirkung von Betroffenen, Angehörigen und Selbsthilfegruppen, von Polizei, Medizin und Politik möchten wir nicht nur auf das vorhandene Problem hinweisen, sondern vielmehr zum gemeinsamen Kampf gegen die verheerende Droge aufrufen. Die gesamte Aufklärungskampagne soll möglichst viele Menschen erreichen und findet deshalb sowohl im Fernsehen, als auch parallel im Internet statt. Unter anderem auf der TVO-Homepage, Facebook und Twitter.

Beiträge der Themenwoche:
Montag, 19.01.: „DIE FAKTEN“ – Was ist Crystal?
Dienstag, 20.01.: „DIE BETROFFENEN / DIE KLINIK“ – Gespräche mit Betroffenen & Arzt
Mittwoch, 21.01.: „DIE BEKÄMPFER“ – Unterwegs mit der Polizei
Donnerstag, 22.01.: „DIE ANGEHÖRIGEN“ – Gespräche mit Familienmitgliedern
Freitag, 23.01.: „DIE PRÄVENTIONSARBEIT“ – Wie sieht die Arbeit aus? Welche Arten gibt es?

 

 

Hilfe unter:
www.drugstop.de
www.crystal.bayern.de
www.mindzone.info
Anlaufstellen von Caritas / Diakonie in Oberfranken als pdf-Abruf
oder über die Hotline 0941 / 56 95 82 901

 



 



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