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Eremitage Bayreuth: Seltener Eremitenkäfer aufgetaucht

In der Eremitage Bayreuth tauchte erneut der seltene Eremitenkäfer auf. Der Eremit zählt zu einer europaweit geschützten Art und steht auf der roten Liste gefährdeter Arten. Zuletzt gesehen wurde der seltene und bis dato verschollen geglaubte Käfer im Jahr 2017 und 1983. 

Käfer nicht mehr lebend entdeckt

Das adulte Eremiten-Männchen (Osmoderma eremita) wurde von Dr. Joachim Grammer bei einem Parkbesuch unter einer Rotbuche am Wasserturm entdeckt und an die Höhere Naturschutzbehörde gemeldet. Der Käfer lebte leider nicht mehr, jedoch weist dieser Fund auf ein Vorkommen des Eremiten in alten Brutbäumen in diesem Parkbereich hin. Die ausgewachsenen Männchen leben nur zwei bis drei Wochen und entfernen sich meist nur bis zu 200 Meter von ihrer Bruthöhle, an deren Öffnung sie an heißen Tagen posieren, um Weibchen anzulocken. Der Käfer bevorzugt alte Baumhöhlen, was zu seiner Namensgebung führte.

Eremitenkäfer eine streng geschützte Art

Der Eremitenkäfer war unter anderem ausschlaggebend dafür, dass Teile des Hofgartens Eremitage als Schutzgebiet gemäß der europäischen Fauna-Flora-Habitatrichtlinie ausgewiesen wurden. Diese Gebiete sind Teil des Schutzgebietssystems "Natura 2000", welches den Schutz der einheimischen Natur in Europa zum Ziel hat. Der Eremit ist eine gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Art. Zuletzt wurde der Käfer im Jahr 2017 und 1983 in der Eremitage nachgewiesen.

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