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Forchheim: Landkreis nutzt ab sofort Luca-App

Der Freistaat Bayern hat die Landeslizenz für die Luca-App erworben. Dadurch ist die Nutzung für Bürger, teilnehmende Unternehmen und Organisationen kostenlos. Das Gesundheitsamt des Landkreises Forchheim hat die Freischaltung durch den App-Betreiber und die Anbindung für den Landkreis Forchheim veranlasst. Deshalb kann diese App jetzt im Landkreis Forchheim genutzt werden, wie das Landratsamt am Donnerstag (22. April) mitteilte. Die App soll bei der Kontaktnachverfolgung helfen.

„Mit dieser App können im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 schnell und umfassend Kontakte zur Nachverfolgung an das Gesundheitsamt des Landkreises Forchheim weitergeben, und so die die Ausbreitung des Virus wirksam gestoppt werden“, erklärt Landrat Dr. Hermann Ulm.

„Diese App erntlastet nicht nur die Betriebe und Veranstalter, sondern auch unser Gesundheitsamt und die CTT-Teams bei ihrer wichigen Aufgabe der Kontaknachverfolgung“, beschreibt Pressesprecheirn Kahrin Schürr den Vorteil der App.

Keine „Zettelwirtschaft“ mehr 

Mit Hilfe dieser digitalen Lösung wird die „Zettelwirtschaft“ mit teils unleserlichen Handschriften abgelöst. Anstatt jedes Mal beim Betreten eines Geschäftes oder künftig eines Restaurants, eines Kinos oder einer Veranstaltung, bei der Menschen zusammen kommen, erneut Namen, Adresse und Telefonnummer hinterlassen zu müssen, brauchen Veranstalter bzw. Händler und Gast bzw. Kunde nur die App installiert zu haben und dort einmal ihre Daten zu hinterlassen. Die Kontaktnachverfolgung für das Gesundheitsamt und den CTT-Teams wird dadurch erleichtert.

„Bei der Ermittlung der Kontakte müssen die CTT-Teams nicht erst durch Telefonate und Fragen mühsam heraus finden, welche Kontakte die infizierten Personen hatten“, erklärt der zuständige Geschäftsbereichsleiter und Jurist für das Gesundheitsamt Frithjof Dier.

So können sie schneller reagieren, um die Infektionsketten unterbrechen und lückenloser die Kontakte nachvollziehen. Wer das Geschäft bzw. die Veranstaltung betritt, scannt einen QR-Code, die Daten werden erfasst und können im Falle einer festgestellten Infektion mit den Gesundheitsämtern geteilt und übertragen werden.

App ist kostenlos 

Die für Smartphones auf Android- und iOS-Basis kostenlos verfügbare App muss lediglich aus dem App Store für iPhones oder dem Google Play Store für Smartphones anderer Marken heruntergeladen, und einmalig die eigenen persönlichen Daten eintragen werden. Hier ist es wichtig, korrekte Daten einzutragen, da das Gesundheitsamt sonst seine Nachverfolgungsarbeit möglicherweise nicht machen kann. Wer kein Smartphone hat, kann sich beispielsweise vor Ort über ein Kontaktformular registrieren. Über einen QR-Code „checkt“ der Besucher quasi beim Laden oder der Veranstaltung ein.

„Die App bietet eine schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung, erstellt automatisch eine persönliche Kontakt- und Besuchshistorie und ermöglicht im Infektionsfall eine verschlüsselte und sichere Kontaktdatenübermittlung an das Gesundheitsamt“, so Pressesprecherin Kathrin Schürr.

Bei einem positiven Fall kann das Gesundheitsamt die Daten aus der App abrufen.

„Einzelhandel, Gastronomie, Gewerbe und Veranstalter können sich bei der Luca-App registrieren und so zur aktiven Pandemiebekämpfung beitragen“, erklärt Schürr.



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