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Hof: Anwalt von Ulvi Kulac strebt zweites Wiederaufnahmeverfahren an

Wie der Blog behördenstress.de am Montagnachmittag (9. November) vermeldete, beantragte Ulvi Kulac – Anwalt Thomas Saschenbrecker im Auftrag und Absprache mit seinem Mandanten, dessen Eltern und seiner Betreuerin Gudrun Rödel beim Landgericht Hof die Akteneinsicht in den Missbrauchsfall Peggy Knobloch.

Kulac – Anwalt will Einsicht in die Fallakten

Kulac Betreuerin Gudrun Rödel bestätigte am Nachmittag auf TVO-Anfrage die Maßnahme. Saschenbrecker reichte den Schriftsatz mit heutigem Datum bei der Staatsanwaltschaft in Hof ein. Er beantragte die Einsicht in alle Fallakten, Nebenakten und Spurenakten um die im Jahr 2001 in Lichtenberg (Landkreis Hof) verschwundene Peggy Knobloch um ein Wiederaufnahmeverfahren anzustreben.

Mandantschaft will aufzeigen, dass kein Missbrauch stattfand

Sollte das Verfahren zugelassen werden, will die Mandantschaft von Ulvi Kulac aufzeigen, dass kein Missbrauch von Peggy Knobloch durch Ulvi Kulac erfolgte.

Kulac Freilassung im Juli 2015

Nach rund 14 Jahren in der geschlossenen Psychiatrie des Bezirksklinikums Bayreuth wurde Kulac Ende Juli entlassen. Nach seiner Entlassung wurde Kulac in einem betreuten Wohnen untergebracht. Der Lichtenberger wurde zuvor im Mai 2014 vom Vorwurf des Mordes an Peggy Knobloch freigesprochen.

Oberlandesgericht Bamberg entschied im März für Kulac

Am 19. März 2015 entschied der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Bamberg, dass Kulac aus der Psychiatrie entlassen wird. Das Gericht reagierte damals auf die Beschwerde von Kulac gegen den Beschluss der Strafvollstreckungskammer Bayreuth. Das Landgericht Bayreuth hatte im Januar die Fortdauer der Unterbringung von Ulvi Kulac in der Psychiatrie des Bezirksklinikums Bayreuth wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeordnet. (Wir berichteten!)

Kulac untersteht für kommende fünf Jahre einem Bewährungshelfer

Der 38-Jährige, so der 1. Strafsenat des OLG Bamberg, habe sich so weit entwickelt, dass er sich auch unter Belastungen als gut führbar und integrierbar erwiesen habe. Mit seiner Entlassung aus dem Vollzug der Unterbringung untersteht Kulac für einen Zeitraum von fünf Jahren der Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers. Zudem erhält er in seinem neuen Zuhause eine professionelle Unterstützung und kann vor Ort in einer Werkstatt arbeiten.