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Hof: Corona-Protest per Autokorso durch die Innenstadt

Am späten Freitagnachmittag (05. März) kam es in Hof erneut zu einer Kundgebung in Form eines Autokorsos durch die Innenstadt. Bei der angemeldeten Protestaktion demonstrierten die Teilnehmer gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen und den Lockdown. Dies erzürnte Oberbürgermeisterin Eva Döhla.

Autokorso durch die Innenstadt

Wie bereits am 22. Februar begann die Route der Teilnehmer laut Behördenangaben in der Uferstraße und führte über die Lessingstraße, Sigmundsgraben, Ludwigstraße, Poststraße, Marienstraße, Friedrichstraße, Pfarr, Fabrikzeile und Sigmundsgraben zurück zum Ausgangspunkt. Die Polizei begleitete die Teilnehmer und sperrte die Kreuzungen der Route ab. Die Aktion war genehmigt für maximal 100 Fahrzeuge.

Stadt Hof bundesweit mit höchster Inzidenz

Unterdessen nimmt die Stadt Hof am heutigen Tag einen traurigen Spitzenplatz hinsichtlich des 7-Tage-Inzidenz-Wertes ein. Dieser beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) 342,6. Dieser Wert ist am Freitag der höchste Wert in Deutschland. Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Hofer Land sowie den anderen Regionen in Oberfranken auf unserer Newsseite.

Statement von Oberbürgermeisterin Eva Döhla

Die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla nahm in einem O-Ton Stellung zu der Demonstration. Sie sagt unter anderem: „Wer in diesem Autokorso mitfährt, muss genau überlegen, wogegen er damit eigentlich demonstriert. Meiner Meinung nach sollte der Autokorso lieber zur Teststelle an der Freiheitshalle fahren.“

 

  • Das komplette Audio-Statement können Sie sich beim Anklicken des Bildes anhören!
Audio-Statement von OB Eva Döhla
Oberbürgermeisterin Eva Döhla zum Corona-Protest in Hof
(Bq.: Stadt Hof / Fotograf: Michael Farkas)
Weiterführende Info: Offener Brief der Hofer Ärzteschaft

Seit Mitte der Woche haben Stadt und Landkreis Hof ihre Testkapazitäten ausgeweitet und bieten Schnelltest-Stationen in allen Gemeinden des Landkreises sowie in der Stadt Hof an. 27 Standorte wurden dazu eingerichtet. Wir berichteten! Zudem regt man im Hofer Land Pilotprojekte an, um Hausärzte bei der Corona-Schutzimpfung stärker einzubinden. Hierzu startete ein erstes Projekt in Geroldsgrün. (Hier zur Nachricht!) Bei all diesen Konzepten, Aktionen und Projekten sind neben ehrenamtlichen Helfern, dem medizinischen Personal, den beteiligten Behörden die Ärztinnen und Ärzte ein wesentlicher Bestandteil.

Über 50 Ärztinnen und Ärzte unterzeichnen einen offenen Brief an die Bevölkerung

Über 50 von ihnen haben sich jetzt in einem offenen Brief (siehe unten) an die Bevölkerung von Stadt und Landkreis Hof gewandt – einem Brief, in dem es um die Dringlichkeit geht, sich testen zu lassen, um die Impfung und um die Hoffnung, dass auch die Hausärzte bald selbst tätig werden können.

 



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