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Hof: Drei-Punkte-Programm soll Corona-Infektionen eindämmen

Die Inzidenzwerte in Stadt und Landkreis Hof bleiben auf hohem Niveau. Jetzt intensiviert die Stadt Hof mit einem zusätzlichen Drei-Punkte-Programm ihre Anstrengungen, die Anzahl der Covid-19-Infektionen zu verringern. Das Maßnahmenpaket ist Teil der gemeinsamen Schnelltest-Strategie mit dem Landkreis Hof, wie es in einer Pressemitteilung am heutigen Dienstag (16. März) heißt. Zudem sollen die Abstandsregeln und die Einhaltung der Maskenpflicht stärker kontrolliert werden. 

Oberbürgermeisterin Eva Döhla kündigte ein neues Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie an.

„Unser Drei-Punkte-Programm umfasst die Erweiterung der Schnellteststationen im Stadtgebiet, den Start einer Informationskampagne und verstärkte Kontrollen durch unseren Kommunalen Ordnungsdienst“, erläutert Eva Döhla.

Landrat Dr. Oliver Bär sagt: „Das kompakte Maßnahmenpaket ist ein guter und weiterer Schritt, die Tests in der Fläche auszuweiten und die Pandemie einzudämmen.“

Gezieltes Testen ist dabei ein wichtiger Baustein der gemeinsamen Strategie von Stadt und Landkreis Hof.

„Testen kann Türen öffnen, und zwar für Besuche beispielsweise von Angehörigen oder Dienstleistungsbetrieben. Beides wird daraufhin sicherer für alle Beteiligten“, unterstrich Eva Döhla.

Sie appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die kostenlosen Testangebote in Anspruch zu nehmen. Mit den zusätzlichen Schnelltestangeboten will die Stadt Hof Wege verkürzen und den Zugang zu Testmöglichkeiten erleichtern.

„Testen ist ein wichtiger Zwischenschritt um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, bis wir eine Immunisierung durch das Impfen erzeugen können“, sagte Landrat Dr. Oliver Bär.

Mehr entdeckte Positivfälle bedeutet weniger Fallzahlen und damit weniger Menschen, die andere anstecken können. Mit Schnelltests lassen sich Menschen identifizieren, die erkrankt sind, aber keine Symptome haben.

Das Drei-Punkte-Programm umfasst folgende Maßnahmen:

1. Erweiterung der Schnellteststellen im Stadtgebiet

  • Ab dieser Woche gibt es zusätzlich zur Schnellteststelle in der Freiheitshalle Hof drei weitere Standorte, an denen sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hof kostenlos und ohne Voranmeldung testen lassen können: an den Teststationen am Eisteich, am Ossecker Stadion und an der Teststation Diakonie am Campus.
  • Bereits morgen, am Mittwoch, 17. März 2021, wird an der Diakonie am Campus die erste Schnellteststation öffnen.
  • Die Teststationen am Ossecker Stadion und am Eisteich Hof starten am Sonntag, 21. März 2021.
  • Die Betreuung der Schnellteststationen übernimmt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsverband Hof e.V.. Dabei wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Das Testergebnis liegt oft innerhalb von 15 Minuten vor.

Testzeiten der neuen Schnellteststationen:

  • An allen drei Teststationen Ossecker Stadion (Ossecker Str. 50, 95030 Hof), Eisteich Hof (Theresienstein 6, 95028 Hof) und Diakonie am Campus (Südring 96, 95032 Hof): sonntags 15:00 bis 17:00 Uhr
  • Zusätzlich ist die Teststation Diakonie am Campus auch mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Für den Besuch der neuen Schnellteststationen gelten unter anderem folgende Regelungen:

  • Es muss dauerhaft eine FFP2-Maske (oder vergleichbar) getragen werden, diese darf nur zur Probennahme abgenommen werden.
  • Ein längerer Aufenthalt sowie Menschenansammlungen an den Teststationen sind zu vermeiden, das Testgelände ist zügig nach der Testung zu verlassen.
  • Es ist ein gültiges Ausweisdokument mitzubringen, das Vorlegen einer Versicherungskarte ist nicht notwendig.
  • Es werden nur Personen ohne Symptome getestet. Sollten Sie bereits Symptome zeigen, die auf eine Infektion hindeuten, muss der Test am Testzentrum der Freiheitshalle Hof durchgeführt werden.
  • Nach erfolgter Testung wird eine Bescheinigung über das jeweilige Testergebnis ausgestellt.

2. Start einer Informationskampagne

  • An der Konzeption der neuen Informationskampagne, die in dieser Woche startet, haben unterschiedliche städtische Fachbereiche mitgewirkt: der Fachbereich Demografie und Migration, die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Hof, der Fachbereich Kultur, die Stadtwerke, aber auch die Integrationslotsin der Diakonie Hochfranken und die VHS Hofer Land.
  • „Wir müssen auch Menschen schützen, die Sprachhürden zu überwinden haben“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Um allgemeine Informationen und praktische Hinweise über Corona und über die Testangebote aktiv der Bevölkerung und insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund nahezubringen, entstehen deshalb zeitnah unterschiedliche Informationsmaterialien wie zum Beispiel Flyer in mehreren Sprachen.
  • So wird der Hauptslogan „Lassen Sie sich testen. Jetzt.“ in Kürze abwechselnd in mehreren Sprachen an der großen Videowand vor der Freiheitshalle zu sehen sein. Die Übersetzung erfolgte in die Sprachen englisch, russisch, türkisch und arabisch.
  • Auch an Fahrgastinformationstafeln der Stadtwerke, die sich an den Haltestellen befinden, wird es Laufschriften geben. Diese sollen Bürgerinnen und Bürger ermuntern, sich testen zu lassen.

3. Verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt

  • Um die Pandemie zu bekämpfen, setzt der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Hof bei seinen Kontrolltätigkeiten andere Schwerpunkte. Wesentlich ist es nun, Ansammlungen von Gruppen zu unterbinden und Verstößen gegen die Maskenpflicht nachzugehen. Deshalb verstärkt der KOD seine Präsenz in der Innenstadt, um die Maskenpflicht zu überwachen. Dies gilt auch für die Kontrolle der Anzahl von Kunden, die geöffneten Geschäfte – wie zum Beispiel Supermärke – besuchen. Hier ist es das Ziel, die Entstehung von Infektionsherden zu vermeiden.
  • Zu den weiteren Aufgaben gehört es zu kontrollieren, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen aber auch Impfeinladungen zu, die als Rückläufer der Post ans Impfzentrum gelten. Desweiteren liefert der KOD Schnelltests an Betriebe aus.
  • Für diese Aufgaben werden allgemeine Tätigkeiten wie zum Beispiel die Parkraumüberwachung, die regelmäßige Kontrolle von Wertstoffinseln und Verfolgung von Fällen, in denen Sperrmüll illegal entsorgt wird, zurückgestellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Verstöße nicht geahndet werden.



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