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IHK für Oberfranken Bayreuth: Wirtschaft trotzt schwierigen Außeneinflüssen

Die Wirtschaft in Oberfranken zeigt sich weiter robust. So lautet das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. Der Konjunkturklimaindex hielt dabei sein hohes Niveau. Er wurde mit 127 Punkten taxiert. Dabei wurde die aktuelle Geschäftslage so gut beurteilt wie zuletzt vor sechs Jahren. „Unsere Unternehmen bleiben optimistisch“, so IHK-Präsidentin Sonja Weigand.

Unsichere Rahmenbedingungen belasten

Ein noch optimistischer Wert blieb verwehrt, da man auch in Oberfranken auf unsichere Rahmenbedingungen blickt. Diese sind die nicht einfache Regierungsbildung in Deutschland, die Unberechenbarkeit der Handelsentwicklung mit Russland, der Türkei und den USA bis hin zum Brexit.

Weitere Zuwächse im In- und Ausland

Die Hälfte aller befragten Unternehmen im Kammerbezirk berichteten von einer derzeit positiven Geschäftslage. 42 Prozent der Befragten gaben ihre Lage als „Befriedigend“ an. Dieses Bild setzte sich auch bei der Auftragsentwicklung in den vergangenen Monaten fort. Die oberfränkischen Unternehmen konnten sowohl im Inland, als auch im Ausland zulegen. Die deutlichsten Zuwächse im Inland vermeldeten das Baugewerbe, der Tourismus und der Großhandel. Auch das Auslandsgeschäft entwickelte sich positiv. Ein gutes Pflaster für oberfränkische Produkte und Dienstleistungen waren der Euroraum sowie Märkte in Südamerika und der Asien-/Pazifik-Raum.

Aufschwung hält weiter an

Zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer stabilen Entwicklung, auch wenn der Zuwachs etwas an Dynamik verlieren könnte. Ein Viertel der Befragten erwartet eine weitere Verbesserung der Geschäftslage. Positiv stechen hierbei die Industrie und das Baugewerbe hervor. Der Tourismus blickt vorsichtiger voraus.

Über 5.000 neue Arbeitsplätze erwartet

Die oberfränkische Wirtschaft will auch 2018 ihre Mitarbeiterzahlen spürbar aufstocken. 19 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihren Personalbestand zu erhöhen. Nur für neun Prozent steht eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl auf der Agenda. Größere Zuwächse werden in der Industrie, bei den Dienstleistungen und im Tourismus erwartet.