© IHK für Oberfranken Bayreuth

IHK für Oberfranken: Von Wirtschaftskrise keine Spur!

Die oberfränkische Wirtschaft zieht zum Jahresbeginn an. Dies ist das Ergebnis der Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die aktuelle Geschäftslage liegt auf einem ungebrochen hohem Niveau, gleichzeitig stieg die Geschäftserwartung wieder an.

Konjunkturklimaindex steigt an

Der IHK-Konjunkturklimaindex kletterte von 118 auf 121 Punkte. „Dank ihres guten Branchenmixes hat sich die oberfränkische Wirtschaft bereits im Herbst robuster als die Unternehmen im Bundestrend gezeigt“, so IHK-Präsident Heribert Trunk in einer ersten Einschätzung der Konjunkturergebnisse.

Unternehmen mit viel Optimismus

Oberfrankens Unternehmen beurteilten die aktuelle Geschäftslage ungebrochen optimistisch. 45 Prozent der Befragten schätzten die Konjunkturlage als gut ein, 44 Prozent als befriedigend. Besonders zufrieden sind die Betriebe im Dienstleistungssektor, der Industrie und der Tourismusbranche. Die Baubranche ist in der aktuellen Bewertung – saisonüblich –  dagegen zurückhaltend.

Konstantes Auftragsvolumen – Russlandexporte brechen weiter ein

Das Auftragsvolumen legte leicht zu. Rund drei Viertel der Unternehmen verzeichneten in den vergangenen sechs Monaten Zuwächse oder konstante Auftragszahlen, sowohl im In- als auch im Ausland. Zuwächse wurden auf den europäischen und den nordamerikanischen Märkten erzielt. Mit Sorge verfolgt die Kammer aber die Geschäftsentwicklung mit dem Osten. „Die Geschäfte mit Russland und den ehemaligen GUS-Staaten gehen weiterhin deutlich zurück und zwar noch stärker als im Oktober vergangenen Jahres“, so Präsident Trunk.

Erwartungen ziehen wieder an

Laut IHK-Konjunkturbefragung planen die Unternehmen auch wieder optimistischer für die Zukunft. Insgesamt gehen 24 Prozent der befragten Unternehmen von einer besseren Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten aus, nur 14 Prozent kalkulieren hingegen mit einer schlechteren Entwicklung. Besonders positiv schätzen die Tourismusbranche, die Industrie und der Großhandel die weitere Entwicklung ein. Deutlich zurückhaltender ist die Verkehrs- und Logistikbranche.

Große Erwartungen für das Auslandsgeschäft

Trotz einbrechenden Russland-Geschäfts äußern die befragten Unternehmer optimistische Erwartungen für den Auslandsmarkt. Insgesamt stufen sie die künftige Entwicklung des Auftragsvolumens positiv ein. So rechnen 30 Prozent der befragten Betriebe mit steigenden und neun Prozent mit sinkenden Volumina auf den Auslandsmärkten. Für den Inlandsmarkt prognostizieren dagegen 29 Prozent der Befragten eine steigende Entwicklung und lediglich 16 Prozent eine sinkende.

Investitionen vor allem im Inland geplant

Aufgrund der guten Geschäftserwartungen plant ein Großteil der befragten Betriebe mit steigenden oder  gleichbleibenden Investitionen. Im Fokus stehen dabei Inlandsinvestitionen, vor allem in der Industrie- und Dienstleistungsbranche. Hauptmotive der Investitionen im Inland sind Ersatzbeschaffungen. Im Ausland hingegen liegt der Schwerpunkt der Investitionen auf Kapazitätserweiterungen. „Die Internationalisierung der oberfränkischen Wirtschaft schreitet weiter voran. Unsere Unternehmen haben den Weltmarkt fest im Blick“, bilanzierte Wolfram Brehm, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer.

Steigende Kosten beim Personal

Sorge bereiten den Unternehmen jedoch die Kosten, die zunehmend zu einer Belastung werden. Nach Einschätzung der Betriebe sind es vor allem die Personalkosten, die künftig für einen Anstieg verantwortlich sind. Insgesamt rechnen zwei Drittel mit steigenden Personalkosten. „Diese Einschätzung dürfte sich auf den eingeführten Mindestlohn und die dadurch drohende Kostensteigerung des gesamten Gehaltsgefüges stützen“, so IHK-Präsident Trunk. Weitere politische Entscheidungen, z.B. die Rente mit 63 oder auch die Mütterrente, erhöhten laut der Kammer zudem den Kostendruck. Trotz dieses Kostendruck planen vor allem der Großhandel, die Industrie und der Dienstleistungssektor Neueinstellungen.

 



 



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