Immaterielles Kulturgut: Gartenbau Bamberg & Limmersdorfer Kerwa

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle stellte am Mittwochabend (14. Oktober) das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturgutes bei einer Feierstunde in der Münchner Residenz vor. Die ersten 13 Bräuche, Feste und Handwerkstechniken wurden aufgenommen, darunter zwei aus Oberfranken.

Mit in das Verzeichnis wurden der innerstädtischer Erwerbsgartenbau in Bamberg und die Limmersdorfer Lindenkerwa aufgenommen. Spaenle betonte bei der Feierstunde: „Als Kulturstaat wollen wir das immaterielle Kulturerbe Bayerns dokumentieren, aber auch das Bewusstsein der Menschen für unsere großartigen und vielfältigen Traditionen schärfen. Diese tragen vor Ort in besonderer Weise dazu bei, Identität zu stiften“.

 

Innerstädtischer Erwerbsgartenbau in Bamberg

Der urbane Erwerbsgartenbau in der fruchtbaren Bamberger Regnitz-Aue entstand im 14. Jahrhundert und konzentrierte sich bis ins 19. Jahrhundert auf die Produktion von Gemüsesaatgut und Süßholz. Noch heute produzieren die Gärtner nach bewährter Tradition und vermarkten ihre Waren hauptsächlich auf dem Grünen Markt, in Hofläden und Restaurants.

Unser Beitrag zum Gartenbau in Bamberg (17.12.2014)

 

Limmersdorfer Lindenkerwa (Landkreis Kulmbach)

Im oberfränkischen Limmersdorf wird alljährlich zur Kirchweih in der dafür eigens als „Ballsaal“ gestalteten Krone des 1686 gepflanzten Lindenbaumes musiziert und getanzt. Nachweislich seit 1729 bildet die „Lindenkirchweih“ den unbestrittenen gesellschaftlichen Höhepunkt des dörflichen Lebens: Jugendliche „debütieren“ beim Lindentanz, viele lernen hier den Partner/die Partnerin fürs Leben kennen.

Limmersdorf: Kirchweih auf traditionellen Wurzeln (27.08.2015)

 

 



 



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