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Kamikaze-Fahrt bei Obristfeld: Mit 180 km/h vor der Polizei geflüchtet

Am frühen Mittwochmorgen (3. Mai) kam es im Bereich von Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels) zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem 36-jährigen BMW-Fahrer. Nach einer halsbrecherischen Fahrt mit dem Auto, setzte der Mann seine Flucht zu Fuß fort. In einem vermeintlichen Versteck endete dann die nächtliche Tour.

Autofahrer flieht vor Polizeikontrolle

Um 02:20 Uhr sollte der 36-Jährige auf der Bundesstraße B289 einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Als der BMW-Fahrer dies bemerkte, gab er Vollgas und fuhr mit 180 km/h in Richtung Neuses davon. Kurz vor dem Ortseingang stieg er in die Eisen und bog in die Straße „Karlshof“ ab. Hier kam er von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Erdhügel. Dabei wurde der BMW im Bereich der Front stark beschädigt.

Über Stock und Stein und zu Fuß

Dies hielt ihn aber nicht davon ab, wieder Gas zu geben und über einen Feldweg in Richtung Obristfeld zu rasen. Hier fuhr er mit knapp 120 km/h durch den Ort. Anschließend stellte er sein Fahrzeug im Hof eines Anwesens ab, flüchtete zu Fuß weiter und versteckte sich in einem Gebüsch. Hier konnte er von einer Polizeistreife aufgefunden und festgenommen werden. Seine Kamikaze-Fahrt stritt der Beschuldigte aber ab. Zeugen konnten ihn allerdings eindeutig ausmachen, als er aus seinem Pkw stieg und zu Fuß flüchtete.

Mehrere Anzeigen gegen den 36-Jährigen

Wie sich im Laufe der Kontrolle dann herausstellte, ist der 36-Jährige nicht im Besitz eines Führerscheins und zeigte außerdem drogentypische Auffälligkeiten. Aus diesem Grund wurde eine Blutentnahme im Lichtenfelser Klinikum durchgeführt. Den 36-Jährigen erwarten nun gleich mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Hausfriedensbruch. Bei dem Unfall entstand zudem ein Sachschaden von 2.000 Euro.  



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